• 21.05.2013, 15:44:37
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Korrektur zu PA: Kärnten: Schluss mit Spekulationsgeschäften!

LH Kaiser, LHStv. Schaunig: Auflösung von SWAP-Geschäften ist dringend notwendiger Schritt und Signal für verantwortungsbewussten Umgang mit Steuergeld

Utl.: LH Kaiser, LHStv. Schaunig: Auflösung von SWAP-Geschäften ist
dringend notwendiger Schritt und Signal für
verantwortungsbewussten Umgang mit Steuergeld =

Klagenfurt (OTS/LPD) - korrigierte PA: Wie Kärntens Landeshauptmann
Peter Kaiser und Finanzreferentin LHStv. Gaby Schaunig heute,
Dienstag, bekannt geben, steigt das Land Kärnten mit sofortiger
Wirkung aus den in der Vergangenheit abgeschlossenen SWAP-Geschäften
aus.

"Mit Steuergeldern darf nicht spekuliert werden. Die Menschen
vertrauen darauf, dass die Politik mit größter Sorgfalt mit den von
ihnen zur Verfügung gestellten Beiträgen umgeht. Wir sind uns dieser
großen Verantwortung bewusst und beenden finanzielle Glücksspiele aus
der Vergangenheit", macht Kaiser deutlich. Für ihn sei die Auflösung
des SWAPs auch ein Signal in Richtung eines entsprechenden
Spekulationsverbotes auf Bundesebene. "Auch wenn dies aufgrund der
Blockadepolitik der Oppositionsparteien bis dato verhindert wird, so
setzen wir in Kärnten dennoch Umsetzungsschritte, um alle
Spekulationen mit öffentlichen Geldern zu verhindern. Derartige
Spekulationsgeschäfte mit Steuergeldern wird es in Kärnten künftig
nicht mehr geben", so der Kärntner Landeshauptmann.

Im Rahmen des Kassasturzes wurden im Sinne einer
risikominimierenden Finanzgebarung potentielle Risiken im
Schulden-Portfolio des Landes Kärntens analysiert. Dabei stellte sich
laut Finanzreferentin Schaunig heraus, dass die SWAP-Veranlagung des
Landes ein mögliches ungedecktes Zinsänderungsrisiko durch die Gefahr
in der Zukunft wieder steigender Zinsen, innerhalb der regulären
Laufzeit bis zum 15. Juli 2020 beinhalte.

"Nach den ersten Jahren positiver Entwicklung für das Land
entwickelt sich der vorgenannte SWAP seit 2011 negativ. Der Marktwert
wurde laufend überwacht und dabei festgestellt, dass in der aktuell
günstigen Zinslandschaft ein Ausstieg als sinnvoll zu bewerten ist",
erklärt Schaunig. SWAP-Geschäfte würden ein sehr hohes
Schwankungsrisiko beinhalten. Es stehe zu befürchten, dass bei
Änderung der derzeit günstigen Zinslandschaft eine Erhöhung der
Verluste für das Land möglich ist.

Das Land Kärnten hat sich daher entschlossen aus diesem Vertrag
auszusteigen. Nach Abzug der Auflösungskosten in Höhe von 1,09
Millionen Euro ergibt sich ein positiver Gesamt-Cash-Flow aus dem
SWAP für das Land in Höhe von rund 582.000 Euro. Die Auflösungskosten
werden aus der dafür gebildeten Rücklage getragen.

"Mit der Auflösung des SWAPs hat sich das Land Kärnten von einem
risikobehafteten derivativen Finanzgeschäft verabschiedet. Meine
Zielsetzung ist es, möglichst jedes finanzielle Risiko für das Land
auszuschließen. Manchmal ist dafür ein Ende mit Schrecken besser als
ein Schrecken ohne Ende", führt die Kärntner Finanzreferentin weiter
aus.

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