- 21.05.2013, 10:28:39
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Stronach/Markowitz: 25 Euro abheben ohne PIN - Ruin der Ärmsten der Armen
Neue Technologie weitgehend still und heimlich vollzogen - Problem Kartendiebstahl
Utl.: Neue Technologie weitgehend still und heimlich vollzogen -
Problem Kartendiebstahl =
Wien (OTS) - "Bis zu 250 Euro pro Tag können per Bankomatkarte
kontaktlos bezahlt werden - das ist der Ruin der Ärmsten der Armen!",
kritisiert Team Stronach Konsumentenschutzsprecher Stefan Markowitz.
"Das ist ein verwerflicher ist der Umgang mit den Menschen, die sich
so eine Art der Bezahlung nicht leisten können, nur unter dem
Deckmantel kürzer Schlangen an Supermarktkassen", so Markowitz, der
Anfragen an die MinisterInnen Mikl-Leitner, Fekter und Hundstorfer
ankündigt.
Völlig unverständlich ist für Markowitz, dass die Vorbereitungen für
diese neue NFC-Technologie weitgehend still und heimlich vollzogen
wurde, denn alle neuen Bankomatkarten bekommen seit März 2013 dieses
System integriert. "Es gab aber keine politische Diskussion auf
breiter Basis, von Konsumentenschutzminister Hundstorfer wurde weder
gewarnt noch informiert und auch Finanzministerin Fekter hat
keinerlei Handlungen gesetzt, um die Menschen auf die Einführung
solcher "Innovationen" vorbereiten und ihnen Wahlmöglichkeiten zu
bieten", kritisiert der Team Stronach Mandatar.
"Einige Banken haben bereits mit der Umstellung der Bankomatkarten
begonnen. Sie lassen ihren Kunden bei dieser Zwangsbeglückung auch
keine Wahl - eine Deaktivierung ist fast ausgeschlossen, Schutzhüllen
sind unpraktisch", erklärt Markowitz. Da die Banken vor dem Austausch
der Karten ihre AGBs ändern müssen, haben die Kunden nach der
Änderung zwei Monate Zeit zu widersprechen und den Vertrag mit der
Bank kostenlos aufzulösen. "Aber was nützt das den Pensionisten und
Menschen an der Armutsgrenze? Sie bekommen doch nirgends ein neues
Konto", so der Team Stronach Konsumentenschutzsprecher.
Künftig muss lediglich die Bankomatkarte nahe an das Lesemodul einer
entsprechend ausgerüsteten Bankomatkassa gehalten werden - "schon
sind 25 Euro weg, bis zu zehn Mal am Tag. Damit sind dem Missbrauch
und dem Weg in die Schuldenfalle Tür und Tor geöffnet", warnt
Markowitz. Denn die Möglichkeit der Bezahlung senkt die Hemmschwelle
zum Konsum und zum Kauf, wie auch Psychologen bestätigen.
Problematisch wird für die Konsumenten auch der Kartendiebstahl. Bis
der Verlust bemerkt wird, können blitzschnell 250 Euro weg sein.
"Besonders ältere Menschen merken oft erst nach einigen Tagen dass
die Geldtasche fehlt. Das neue System kann dann dazu führen, dass die
monatliche Rente einfach weg ist. Das ist nicht sicher, das ist nicht
fair, das muss geändert werden", verlangt Markowitz.
"Hier hat jede Form der Prävention oder präventiven Kommunikation von
Seiten der Regierungsverantwortlichen versagt", kritisiert Markowitz.
Er verlangt eine transparente Diskussion, "wobei auch die Rücknahme
dieser neuen Bankomakartenfunktion zu diskutieren ist."
Änderungsbedarf sieht er auch bei der Art der Umstellung: "Niemand
darf ohne seine ausdrückliche Zustimmung automatisch so eine Karte
bekommen!" Dabei müsse in die Diskussion noch ein ganz wesentlicher
Punkt einfließen: "Die Währung ist auch die Identität eines Landes,
eines Wirtschaftsraumes. Wir haben kein Interesse an einem Österreich
ohne Bargeld - ob es Euro oder Schilling heißt!" Zusammen mit der
Diskussion über die Abschaffung des 500-Euroscheins, den
Barzahlungseinschränkungen in Italien und dem Bankkontozwang für
Jedermann in der EU sorgt nun die Einführung der neuen Zahlungsform
für Unruhe in der Bevölkerung. Diesem Zurückdrängen des Bargelds
müsse ein Riegel vorgeschoben werden.
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