• 14.05.2013, 14:15:10
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Windisch: Geschäft mit der Hysterie darf sich nicht lohnen

Politischer Populismus auf den Rücken der Bauern und Imker

Utl.: Politischer Populismus auf den Rücken der Bauern und Imker =

Wien (OTS/ÖVP-PK) - "Mit dem partiellen Verbot der Neonicotinoide
stellt sich die Frage, ob die Verhältnismäßigkeit dieser
Präventivmaßnahme gegeben ist, wobei nicht sichergestellt ist, dass
dem Bienensterben tatsächlich Einhalt geboten werden kann", mahnt
ÖVP-Abg. Ing. Franz Windisch mit Blick auf das von der EU-Kommission
forcierte Verbot.
"Sogar die Experten der NGOs unterstreichen, dass es sich um ein
multifaktorielles Problem handelt. Die Neonicotinoide können mit
Sicherheit nicht als alleinige Ursache für die hohen
Bienenvölkerverluste der letzten Jahre ausgemacht werden. Die
Landwirte wissen genau, dass sie von und mit den Bienen leben. Denn
ein Drittel von allem, was sie produzieren und was schlussendlich
gegessen wird, gäbe es nicht ohne Bienen. Deshalb benötigen wir
schnellstmögliche Lösungen sowohl für die Bienen, als auch für die
vom Verbot betroffenen Bauern", so Windisch heute, Dienstag.

In mehreren EU-Mitgliedsstaaten (D, DK, Skandinavien etc.) wurden
Neonicotinoide schon seit einigen Jahren vom Markt genommen. Trotzdem
kommt es dort weiter zu starken Völkerverlusten. In Australien werden
Neonics großflächig eingesetzt, trotzdem gibt es dort überhaupt kein
Bienensterben. Umgekehrt ist Schottland völlig Neonicotinoid-frei,
aber ungeachtet dessen sterben die Völker dort zu Hauf.

Im Plenum des Nationalrates zitiert Franz Windisch als Beispiel
dafür, dass die Presse bereits umschwenkt, Martina Salomon vom
KURIER: "Die Hysterisierungsindustrie hat die westliche Welt - und
noch mehr die Österreicher - fest im Griff. [ ... ] Aber mittlerweile
hat man den Eindruck, dass die Kampagnen der Gegenseite nicht nur
weitaus effizienter, sondern oft reiner Selbstzweck sind. Schließlich
erhöht das sowohl Bekanntheit, als auch Spendenvolumen der 'grünen'
Lobby's."

Einige Nachbarstaaten wie z.B. Ungarn denken nun - auch aus Mangel an
Alternativen - laut über GVO-Saatgut nach, um der Schädlinge Herr zu
werden. Für Österreich ist das aber derzeit keine Option. "Die
biologischen Alternativen zur Bekämpfung des Maiswurzelbohrers wie
z.B. Fadenwürmer verursachen Mehrkosten von 150 Euro pro Hektar. Um
dies zu kompensieren, müsste wiederum eine Tonne mehr Mais pro Hektar
wachsen. Wie sich die Experten das vorstellen, entzieht sich meiner
Vorstellung", rechnet Windisch vor. Die Bauernschaft als
Agrochemielobbyisten abzustempeln, ist für Windisch nicht
nachvollziehbar. Diese Konzerne produzieren nämlich sowohl die
konventionellen, als auch die biologischen Alternativen zu den
Neonicotinoiden. "Die einzigen, die hier draufzahlen, sind die
betroffenen österreichischen Landwirte und Saatgutproduzenten. Die
Preise für Pflanzenschutzmittel steigen alljährlich um zwei bis drei
Prozent. Den Landwirten liegt nichts näher als bei diesem
Kostenfaktor zu sparen, damit sich die Erträge überhaupt noch
rechnen."

Die Bauernvertreter sehen eine Gefahr für die Lebensmittelautarkie
Österreichs. Bisher war das von der österreichischen
Saatgutwirtschaft erzeugte Maissaatgut mit 32 Millionen Euro Umsatz
ein GVO-freier Exportschlager. "Durch das Verbot der drei Wirkstoffe
wird es aufgrund des höheren Schädlingsdrucks zu geringeren
Selbstversorgungsquoten bei Mais und Raps kommen. Die billige
Alternative für die Verarbeitungsindustrie sind nun leider
GVO-Importe aus dem Ausland. Es wird unweigerlich zu Ertragsverlusten
und einer Kostensteigerung kommen. Wer als Konsument hinsichtlich
dieser Doppelmühle A sagt, muss auch B sagen, denn für ihn wird der
Preisschub kommen wie das Amen im Gebet", warnt Windisch
abschließend.
(Schluss)

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