- 14.05.2013, 14:06:51
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Der Spediteur als "denkender Kopf hinter dem rollenden Wagen"
WKÖ-Fachverband stellt Berufsbild völlig neu auf und forciert damit Attraktivierung der Speditionsbranche
Utl.: WKÖ-Fachverband stellt Berufsbild völlig neu auf und forciert
damit Attraktivierung der Speditionsbranche =
Wien (OTS/PWK311) - "Der Spediteur ist der denkende Kopf hinter
dem rollenden Wagen. Die Lehrberufe zum Speditionskaufmann/-frau oder
zum Speditionslogistiker/-logistikerin sind spannend und bieten nicht
nur unbegrenzte Aufstiegsmöglichkeiten, sondern auch sehr gute
Verdienstaussichten", betont Walter Mönichweger, Obmann des
Fachverbandes Spedition & Logistik in der Wirtschaftskammer
Österreich (WKÖ).
Im vergangenen Jahr gab es österreichweit rund 860 Lehrlinge in der
Branche. "Wir wissen, dass in wenigen Jahren unter den Betrieben ein
Gerangel um qualifizierte Jugendliche, die einen Lehrberuf ergreifen
wollen, entstehen wird. Deshalb wollen wir unsere Branche und
speziell unsere Lehrlingsausbildung modern und dynamisch
positionieren."
Um auf die Chancen und Möglichkeiten der Berufsbilder in der
Spedition stärker hinzuweisen, hat der Fachverband die bestehenden
rechtlichen Vorgaben umfassend durchforstet und zudem Jugendliche zu
ihren Interessen und Vorstellungen befragt.
Vorbildwirkung für andere Branchen
Im Zusammenwirken von Fachverband, Berufsschulen, Branchenexperten
und dem Fachinstitut ibw wurde der Lehrplan komplett überarbeitet und
das Berufsprofil nun völlig neu aufgestellt und modifiziert. Ein
Schwerpunkt lag dabei auf zukunftsweisenden, kompetenzorientierten
Lehrzielen.
Mönichweger: "Damit sind wir sind die erste Branche, die eine
Modernisierung der Ausbildung derart auf die Beine gestellt hat.
Unser Bestreben wurde vom Unterrichtsministerium sehr positiv
aufgenommen und soll künftig auch als Vorbild für andere Branchen
dienen."
Lehrabschlussprüfung neu - auch Prüfer auf den Prüfstand
Auch die Lehrabschlussprüfungen wurden überarbeitet. "Schließlich
ist die Lehrabschlussprüfung die berufliche Reifeprüfung und soll
eine hohe Anerkennung für die Jugendlichen sein. Deshalb werden
künftig alle Lehrabschlussprüfer in Österreich zertifiziert. Damit
soll die Prüfung auf hohem Niveau und österreichweit einheitlich
erfolgen", so der Obmann. Mit einem eigenen Prüfungspool sollen die
Fachgruppen in den Ländern ihre Lehrlinge mit standartisierten
Prüfungsbeispielen vorbereiten.
Ab dem Schuljahr 2014/15 wird nach den neuen Richtlinien gearbeitet,
bis dahin sollen die Prüfer auch zertifiziert sein.
Die Direktoren der drei im Speditionsbereich ausbildenden
Berufsschulen Mitterdorf, Wien und Braunau, Ewald Braunig, Erich
Macho und Günter Pfatschbacher, wirkten aktiv an der Modernisierung
des Lehrberufes mit. Mönichweger: Mit diesen Berufsschulen haben wir
branchenkompetente Ausbildungszentren, auf die wir sehr stolz sind.
Sie halten in der Ausbildung sehr engen Kontakt zu den ausbildenden
Betrieben und sind um eine praxisnahe Ausbildung bemüht".
Derzeit gibt es rund 600 Betriebe in der Branche, rund ein Viertel
davon bildet derzeit Lehrlinge aus. "Wir als Fachverband appellieren
laufend an unsere Betriebe, selbst Lehrlinge auszubilden und damit
dem Fachkräftemangel aktiv entgegen zu wirken".
Um das Berufsbild des Spediteurs zu schärfen, wird der Fachverband
demnächst auch eine breit angelegt Kampagne starten. (PM)
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