- 11.05.2013, 10:44:41
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Moser: Fordern nachhaltige Schritte gegen das Bienensterben
VP NÖ fordert Verbot von Neonicotinoide und geeignete Maßnahmen zur Bekämpfung von Bienenseuchen
Utl.: VP NÖ fordert Verbot von Neonicotinoide und geeignete
Maßnahmen zur Bekämpfung von Bienenseuchen =
St. Pölten (OTS/NÖI) - "Wir fordern nachhaltige Schritte gegen das
Bienensterben. So müssen neben dem Verbot von Neonicotinoide auch das
beim Bienengipfel vereinbarte Maßnahmenpaket rasch umgesetzt werden.
Außerdem müssen geeignete Maßnahmen zur Bekämpfung von Bienenseuchen
gefunden werden. Aus diesem Grund haben wir einen Antrag zum Schutz
unserer Bienen eingebracht", erklärt VP-Klubobmann-Stellvertreter
Karl Moser.
"Als ein Grund für das Bienensterben wurde die unsachgemäße
Anwendung von Neonicotinoide als Beizmittel in der Landwirtschaft
ausgemacht. Bei einem Bienengipfel haben sich Vertreter der
Landwirtschaft, der Imker und des zuständigen Ministeriums für ein
Verbot von neonicotinoiden Beizmittel geeinigt. Gleichzeit wurde
vereinbart, dass ein Maßnahmenpaket zum Schutz der Bienen erarbeitet
werden soll. Denn es ist bekannt, dass es weitere Ursachen für das
Bienensterben gibt. Vor allem die Varroa-Milbe, ein aus den Tropen
eingeschleppter Parasit, wurde als Auslöser für den Verlust vieler
Bienenvölker ausgemacht. Daher sind geeignete Maßnahmen zur
Bekämpfung dieser Milbe notwendig. Außerdem sollen rasch
Ersatzlösungen für die Landwirte, insbesondere für Maisbauern
gefunden werden. Wir fordern Umweltminister Berlakovich auf, dass die
Ergebnisse des Bienengipfels rasch umgesetzt werden", informiert der
VP-Politiker.
"Darüber hinaus können auch andere virus- bzw. bakteriell bedingte
Krankheiten ursächlich dafür sein, dass es zu einer Schwächung der
Bienenvölker und damit deren Ausfall kommt. Beispielhaft können dazu
das Faulbrutvirus, das Flügeldeformationsvirus, das Akute und
Chronische Paralysevirus, das Sackbrutvirus und die neue
Bienenkrankheit Nosema ceranae angeführt werden. Auch diese
Bienenseuchen müssen wirksam bekämpft werden. In diesem Fall ist der
zuständige Gesundheitsminister Stöger gefordert entsprechende
Forschungen zu fördern und Maßnahmen gegen diese Tierseuche zu
setzen", hält Moser fest.
"Zudem wird eine rechtliche Unsicherheit für Imker bei
Bekämpfungsstrategien gegen Bienenschäden in nächster Zeit
befürchtet. Daher wäre eine fachliche Unterstützung der Imker durch
gut ausgebildete Tierärzte und Tierärztinnen und eine Klärung der
rechtlichen Situation beim Tierarzneimitteleinsatz dringend
notwendig", so VP-Moser.
"Wir fordern daher von der Bundesregierung, dass einerseits alle
beim Bienengipfel vereinbarten Maßnahmen, u.a. das rasche Verbot von
Neonicotinoide, umgesetzt werden und sie bei der Bekämpfung von
Bienenseuchen und der Unterstützung der Imker keine wertvolle Zeit
zum Schutz unsere Bienen verliert. Außerdem soll die Bundesregierung
die rasche Zulassung von bienenverträglichen Mittel für die
Maisbauern ermöglichen, damit den Landwirten keine Schäden
entstehen", hält VP-Klubobmann-Stellvertreter Karl Moser fest.
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