- 10.05.2013, 12:17:23
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Ärztekammer zu AKH: Konstruktiver Dialog statt mediale Dissonanzen
"Gesundheit ist zu wichtig für die Patienten" - Einladung zum runden Tisch von allen Beteiligten für eine bessere Zukunft
Utl.: "Gesundheit ist zu wichtig für die Patienten" - Einladung zum
runden Tisch von allen Beteiligten für eine bessere Zukunft =
Wien (OTS) - Die Ärztekammer schaltet sich in die Debatte rund um das
Wiener AKH ein: Die Gesundheit sowie die laufenden Verbesserungen und
Veränderungen des Gesundheitssystems in der Millionenstadt Wien seien
zu wichtig für bloße mediale Auseinandersetzungen, die vielleicht im
Einzelfall richtig seien, im Gesamten aber lediglich Fronten
schafften und verhärteten, so Ärztekammerpräsident Thomas Szekeres.
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Der Rechnungshofbericht zum AKH und teilweise zur Medizinischen
Universität Wien als Dienstgeber des wissenschaftlichen und
ärztlichen Personals treffe zwar in einigen Punkten den Kern, gehe
aber bei vielen Aspekten an der Sache vorbei. "Das trifft auch auf
den Kontrollamtsbericht zum Wiener Krankenanstaltenverbund und zur
Wiener Krankenhausverwaltung zu", betont Szekeres. Auf systembedingte
Fehler und strukturelle Missverständnisse werde zu wenig eingegangen,
ebenso wenig wie auf die bereits erfolgten Kurskorrekturen.
Fakt sei, dass sich die Wiener Gebietskrankenkasse - teilweise
ohne eigenes Verschulden - in einer prekären finanziellen Lage
befinde, die Beitragszahlungen künftig eher sinken und die
Belastungen steigen würden. "Auch die Medizinische Universität ist
generell unterfinanziert", meint Szekeres, der gleichzeitig darauf
hinweist, dass "noch keine befriedigenden Lösungsansätze für die
Hybridsituation Bund/Stadt Wien gefunden wurden".
Die Wissenschaftsstadt Wien brauche eine Universitätsklinik, an
der auf hohem Niveau geforscht werde. Das bringe nicht nur
entsprechendes internationales Renommee für die Stadt, sondern wirke
sich indirekt auch volkswirtschaftlich positiv aus.
Die Wiener Krankenhausreform sei jedenfalls "in sich richtig und
gut auf Schiene gestellt". Jetzt gehe es darum, mit vereinten Kräften
eine bessere Vernetzung zwischen dem niedergelassenen und dem muralen
Bereich umzusetzen und die praktische Ausbildung der Ärztinnen und
Ärzte nachhaltig zu reformieren.
Zu wenig Investitionen in Pflege und Prävention
Wiens Bevölkerung wachse rasant, die Lebenserwartung steige, und
es gebe zu wenig qualifizierte Pflegekräfte und zu geringe
Investitionen in die Prävention. Szekeres: "Was jetzt notwendig ist,
ist ein permanent einzurichtender runder Tisch mit allen am
Gesundheitssystem Beteiligten, also der Stadt und Stadtverwaltung,
dem Krankenanstaltenverbund, dem Fonds Soziales Wien, der Wiener
Gebietskrankenkasse und der Wiener Ärztekammer, Vertretern des Bundes
sowie weiteren Gesundheitsexperten, die jenseits des ausschließlichen
Ökonomismus denken."
Hier stelle die Ärztekammer gerne ihre Ressourcen zur Verfügung.
"Im besten Fall erreicht man durch intelligente Umschichtungen,
Auslagerungen von versicherungsfremden Leistungen und administrative
Entlastungen eine deutliche Verbesserung des Systems, ohne dass
dadurch gravierende Mehrkosten entstehen."
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