- 04.05.2013, 11:24:40
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SOS Mitmensch: "profil"-Umfrage spiegelt Realität nicht wieder
Nicht 1000 Euro brutto, sondern das Eineinhalb- bis Zweifache für Einbürgerung nötig
Utl.: Nicht 1000 Euro brutto, sondern das Eineinhalb- bis Zweifache
für Einbürgerung nötig =
Wien (OTS) - SOS Mitmensch übt Kritik an der Fragestellung der von
"profil" durchgeführten Umfrage zu den Einkommensgrenzen bei der
Einbürgerung. "Die Umfrage spiegelt die Realität nicht wieder.
Einbürgerungswillige müssen in der Regel deutlich mehr als 1000 Euro
brutto nachweisen", so SOS Mitmensch-Sprecher Alexander Pollak. "Wer
einen österreichischen Pass beantragt, muss netto, also nach Abzug
aller Steuern, über volle 3 Jahre einen monatlichen Betrag von 837,63
Euro plus anteilige Mietkosten plus 129,24 Euro pro Kind plus etwaige
Kreditraten plus sonstige regelmäßig anfallende Aufwendungen
vorweisen. Während also Arbeiterinnen laut Statistik Austria ein
durchschnittliches Jahresgehalt von knapp 11.000 Euro brutto
beziehen, müssen Einbürgerungswillige über 3 Jahre zwischen 16.000
und 20.000 Euro brutto verdienen, um eine Chance auf die Einbürgerung
zu erhalten. Das gilt auch für Menschen, die bereits seit 10, 15, 20
oder noch mehr Jahren hier leben. Wer also beispielsweise eine zu
geringe Pension bezieht, kann für den Rest ihres Lebens nicht
Österreicherin werden und ist für immer von demokratischen
Grundrechten ausgeschlossen.
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