- 02.05.2013, 18:31:04
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Neues Volksblatt: "Iron Mary" (von Manfred Maurer)
Ausgabe vom 3. Mai 2013
Utl.: Ausgabe vom 3. Mai 2013 =
Linz (OTS) - Es wäre wohl eine hypertrophe Interpretation, schriebe
man die überraschend angekündigte Lockerung des britischen
Bankgeheimnisses allein dem Wirken der österreichischen
Finanzministerin zu (siehe Bericht auf Seite 17). Anderseits: Wer,
wenn nicht der Brite, weiß, dass mit einer "Eisernen Lady" nicht zu
spaßen ist?
Was auch immer Premierminister Cameron zu seinem plötzlichen Schwenk
motiviert haben mag, eines steht fest: Maria Fekter hatte ihren
Anteil daran und lag mit ihrer Strategie goldrichtig. Die lief darauf
hinaus, sich die Aufweichung des Bankgeheimnisses in Österreich nicht
einfach von außen aufs Auge zu drücken zu lassen, sondern auf eine
ganzheitliche Lösung des Problems hinzuwirken.
London war (und ist wegen der nach wie vor als Steueroasen
vorgesehene Kanal-Inseln) die erste Adresse für entsprechende
Forderungen nach einer gesamteuropäischen Regelung. Auffallend war,
dass die in dieser Thematik gegenüber Österreich und Luxemburg sehr
forsch agierenden Deutschen im Fall Großbritanniens eine gewisse
Beißhemmung hatten. Fekter hat das Augenmerk der EU-Partner auf die
wahren Steuersünderparadiese gelenkt.
Die Finanzministerin hätte sich dafür eine bessere Presse verdient,
vor allem aber eine konsequentere Unterstützung durch den
Koalitionspartner. Die war nämlich, gelinge gesagt, hypotroph,
sprich: unterentwickelt.
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