- 29.04.2013, 09:26:01
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SOS Mitmensch: Kein Tag der Arbeit für Asylsuchende
Protestaktion gegen Desintegrationspolitik
Utl.: Protestaktion gegen Desintegrationspolitik =
Wien (OTS) - "Auch am heurigen 1. Mai liegt über dem Tag der Arbeit
ein dunkler Schatten. Asylsuchende sind in Österreich nach wie vor
mit weit reichenden Arbeitsverboten belegt, auch dann, wenn sie schon
ein, zwei, drei Jahre oder sogar noch länger auf den Ausgang ihres
Asylverfahrens warten. Dabei gäbe es schon längst massiven Rückenwind
für ein Ende dieser folgenreichen Desintegrationspolitik", so
Alexander Pollak, Sprecher von SOS Mitmensch. Pollak verweist darauf,
dass sich inzwischen sämtliche Sozialpartnerorganisationen
geschlossen für den Arbeitsmarktzugang für Asylsuchende nach
spätestens 6 Monaten aussprechen. Darüber hinaus belegen Umfragen des
UNHCR und der Zeitschrift "profil", dass die Mehrheit der
ÖsterreicherInnen dafür ist, Asylsuchenden Zugang zu Arbeit zu
gewähren.
Umso enttäuschender ist für Pollak die Haltung des für die
Arbeitsmarktpolitik zuständigen Sozialministeriums: "Mit sozialer
Gerechtigkeit haben Arbeitsverbote nichts zu tun. Im Gegenteil,
motivierte Frauen und Männer werden in Armut gefangen gehalten und
dequalifiziert. Der Staat produziert mutwillig Sozialfälle, die, wenn
sie nach Jahren des Wartens als Schutzberechtigte anerkannt werden,
nur ganz schwer Fuß fassen können. Die menschlichen, sozialen und
finanziellen Folgekosten dieser Desintegrationspolitik sind enorm."
SOS Mitmensch hat mit einer Protestaktion auf die Verantwortung
des Sozialministeriums aufmerksam gemacht. Ein Plakat mit der
Aufschrift "Versperrter Zugang zu Arbeit" wurde auf das Eingangstor
des Ministeriums angebracht.
Siehe: http://www.ots.at/redirect/zugang1
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