• 25.04.2013, 10:48:51
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Trionow: Politik muss Mobilfunk als Infrastruktursäule wahrnehmen

MA 159 %, 3,5 Mio. mobile Internetzugänge, starkes Daten-Wachstum, SMS weiter on top

(c) FMK/Dieter Nagl - Personen v.l.n.r. : Dr.
Lothar Roitner (Vizepräs. FMK), Mag. Margit Kropik
(Geschäftsführerin FMK), DI Jan Trionow (Präsident FMK) und Mag.
Matthias Pázmándy (Gallup Institut)

Utl.: MA 159 %, 3,5 Mio. mobile Internetzugänge, starkes
Daten-Wachstum, SMS weiter on top =

Wien (OTS) - "Mit der neuen Technologie LTE werden Übertragungsraten
von derzeit bis zu 150 Mbit/s möglich und diese werden in Zukunft
sogar noch weiter steigen. Das bedeutet, dass teure Grabungsarbeiten
für Lichtwellenleiter nicht immer notwendig sind "eröffnete DI Jan
Trionow in seiner Funktion als Präsident des Forum Mobilkommunikation
die Jahres-Pressekonferenz der österreichischen Mobilfunkindustrie.
"Mobilkommunikation", so Trionow weiter, "soll daher von der Politik
als Infrastruktursäule wahrgenommen werden."
Es sei im Sinne Österreichs, dass die Politik in ihre Überlegungen
zur flächendeckenden Breitbandversorgung das Thema Mobilkommunikation
mit hoher Gewichtung mit einbeziehe.
"Es muss deshalb schon jetzt an die Digitale Dividende II
(Frequenzbereich unter 800 MHz, Anm.) gedacht werden, denn schnelle
mobile Datenübertragung wird Wachstumsfelder wie das "Internet der
Dinge", Videoübertragungen und Cloud-Computing deutlich attraktiver
als bisher machen. Die Vergabe der Digitalen Dividende II an den
Mobilfunk muss deshalb viel schneller vorangetrieben werden als die
aktuelle Vergabe der Digitalen Dividende I", so Trionow abschließend.

Roitner: Mobilfunk in Österreich mit 159 % Marktdurchdringung
"Heute hat praktisch jeder ein Handy", bringt Dr. Lothar Roitner,
Vizepräsident des FMK und Geschäftsführer des FEEI, die Situation des
Mobilfunkmarktes auf den Punkt. Rund 13,5 Millionen SIM-Karten im
Jahr 2012 bedeuten ein Plus von rund 4 % gegenüber dem Vorjahr auf
eine Marktdurchdringung von 159 %.

3,5 Millionen mobile Internetzugänge

Während die Steigerung von mobilen Internetzugängen von 2010 auf
2011 über 75 % ausmachte und die 3 Millionen-Grenze knapp erreichte,
sind es heute 3,5 Millionen Zugänge. Das Wachstum von 2011 auf 2012
machte damit noch immer rund 15 % aus. "Jeder zweite Internetzugang
in Österreich ist mobil." so Roitner.

79 % der bis 30-jährigen besitzen ein Smartphone

Laut Gallup-Umfrage besitzt jeder zweite Österreicher ein
Smartphone, wobei es so gut wie keinen Unterschied macht, ob Mann
oder Frau. Auffallend aber nicht verwunderlich: Der Smartphone-Anteil
bei Menschen unter 30 Jahren ist mit 79 % am höchsten, bis 60 Jahre
sind es immerhin 54 %, über 60-jährige hingegen besitzen nur noch zu
11 % eines. Roitner dazu: "Das liegt sicherlich auch daran, dass
ältere Menschen weniger Interesse an technischen Neuentwicklungen
haben, obwohl Smartphones mit speziellen Apps, etwa im Bereich
e-health, gerade für diese Zielgruppe eine echte Erleichterung sind!"

Beschäftigungszahl unverändert - trotz schwieriger Bedingungen

So wie auch schon 2011 wurden 2012 rund 14.300 Mitarbeiter direkt
von der Mobilfunkindustrie beschäftigt. Nachgelagert werden die
Arbeitsplätze von rund 30.000 ÖsterreicherInnen gesichert. "Und
dies", so Roitner, "unter immer schwierigeren Bedingungen. Während
der Gesamtumsatz mit EUR 4,5 Mrd. nahezu gleich blieb, ist das EBITDA
um fast 8 % auf 1,32 Mrd. zurückgegangen."

Kropik: Auf höchstem Niveau - Anzahl der Telefonminuten 2 % Plus
"Mit unglaublichen 22,7 Milliarden Minuten - das sind 15,8 Millionen
Tage - telefonieren die Österreicher so viel wie nie zuvor mobil. Wir
beobachten jedoch schon seit einigen Jahren, dass sich die
Handyminuten nur noch moderat entwickeln. Wie es scheint ist aufgrund
der großzügigen Tarifpakete das Gesprächsvolumen nahezu gesättigt",
erklärt Mag. Margit Kropik, Geschäftsführerin des FMK.

Trotz Apps: SMS ziehen kräftiger an als je zuvor

Während in anderen Ländern die SMS-Volumina aufgrund der beliebten
Messenger-Apps stagnieren, entwickelt sich der SMS-Markt in
Österreich positiv wie nie. "Mit einem Plus von fast 17 % auf 8,4
Mrd. SMS haben nicht einmal wir gerechnet", so Kropik, "auch hier ist
der Grund in den großzügigen Tarifpaketen zu finden."

Übertragenes Datenvolumen: fast 73 Millionen GB

Auch dieses Jahr hat sich das mobil übertragene Datenvolumen
ausgezeichnet entwickelt. Das Plus betrug mehr als 65 %, rund 73
Millionen GB wurden übertragen. Kropik dazu: "Um diese Zahl zu
verdeutlichen: Wollte man dieses Volumen im DIN A 4-Format zu Papier
bringen, wäre der Stapel rund 1,5 Millionen km hoch - etwa die
vierfache Distanz Erde-Mond."

Pázmándy: Breite Palette an Smartphone-Nutzung

Anlässlich der PK wurde auch die aktuelle Gallup-Mobilfunkstudie
vorgestellt. Mag. Matthias Pázmándy, Projektleiter der Studie: "Die
klassischen Nutzungsformen des Handys bleiben stabil auf hohem
Niveau. Zusätzlich ist der Anstieg der Internetnutzung am Handy von
28 % auf 36 % bemerkbar, denn heute surft jeder dritte Handynutzer im
Internet. Ebenso sind E-Mails und Apps am Handy wichtiger geworden -
auch hier lässt sich ein rasantes Wachstum messen. 29 % der
Handynutzer verwenden E-Mails am Handy, 27 % Apps."

63 % aller Erziehungsberechtigten befürworten Handys für
Kinder ab 10

Die Befürworter von Handys für Kinder bleibt stabil, 53 % aller
ÖsterreicherInnen finden es sinnvoll, dass Kinder ein eigenes Handy
besitzen. Die in dieser Frage relevante Zielgruppe, Personen, die
selbst Kinder (unter 14 Jahren im Haushalt) haben, finden es weitaus
häufiger sinnvoll, dass Kinder ab knapp 10 Jahren ein eigenes Handy
besitzen, nämlich zu 63 %.

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalbild-Service
sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at

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