• 25.04.2013, 10:07:17
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ÖAMTC: Alkohol am Steuer - Pkw-Zwangsversteigerung in Italien, drei Monate Gefängnis in Spanien (+Grafik)

Großes Spektrum an europaweiten länderspezifischen Verkehrsstrafen

Utl.: Großes Spektrum an europaweiten länderspezifischen
Verkehrsstrafen =

Wien (OTS) - In manchen Ländern fallen die Strafen für bestimmte
Verstöße deutlich höher aus als in Österreich. "Besonders hoch sind
in ganz Europa die Strafen für Fahren unter Alkoholeinfluss", sagt
ÖAMTC-Touristikerin Silvie Bergant. In Italien kann bei einer
Alkoholfahrt mit mehr als 1,5 Promille das Fahrzeug beschlagnahmt,
enteignet und zwangsversteigert werden - sofern Fahrer und Eigentümer
identisch sind. In Schweden kann bereits ab 1,0 Promille eine
Freiheitsstrafe von mindestens einem Monat verhängt werden. Ein
Gefängnisaufenthalt von wenigstens drei Monaten droht in Spanien bei
einem Promillegehalt von 1,2. Teuer wird es in Malta: Wird die
Promillegrenze von 0,8 überschritten, können mindestens 1.200 Euro
Strafe fällig werden. Weitere Verkehrsstrafen im Überblick:

* Italien: Das beliebteste Urlaubsreiseziel der Österreicher
überrascht Autoreisende mit ausgefallenen Verkehrsstrafen. "Von 22
bis 7 Uhr kosten u.a. Geschwindigkeitsübertretungen und das Übersehen
einer roten Ampel um ein Drittel mehr als tagsüber. Mit dieser
Maßnahme soll dem hohen Anteil nächtlicher Unfälle entgegengewirkt
werden", erklärt die ÖAMTC-Reiseexpertin. Aber auch tagsüber kann
Raserei teuer werden. Bereits bei geringen
Geschwindigkeitsübertretungen drohen mindestens 170 Euro. 155 Euro
werden fällig, wenn man am Steuer ohne Freisprecheinrichtung
telefoniert.

* Spanien: Die Strafe für Falschparken kann bis zu 200 Euro
betragen. Mindestens 600 Euro sind bei schweren Vergehen - etwa bei
Übertreten der zulässigen Geschwindigkeit um 50 km/h - zu bezahlen.
Das Telefonieren am Steuer ohne Freisprecheinrichtung ist in Spanien
mit Strafen ab 200 Euro einer der strengsten Strafsätze in Europa für
dieses Vergehen.

* Skandinavien: Unangefochtene Spitzenreiter in Sachen "hohe
Strafen" sind nach wie vor die skandinavischen Länder. "Dänemark hat
die Strafsätze deutlich angehoben und es werden zum Teil
gehaltsbezogene Strafen verhängt - wer mehr verdient, bezahlt mehr",
sagt die ÖAMTC-Touristikexpertin. Alkohol am Steuer kann in Dänemark
einen ganzen Nettomonatsverdienst kosten. Das Nichtanschnallen ist
mit 200 Euro ebenfalls ein teures Unterfangen. In Norwegen gelten für
viele Verstöße europaweit die höchsten Strafen. "Wer mit mehr als 20
km/h zu schnell unterwegs ist, zahlt mindestens 480 Euro Strafe. Eine
Übertretung um 50 km/h kostet 1.500 Euro aufwärts. Vorsicht: Auf
norwegischen Autobahnen gilt Tempo 90 bis 100", warnt Bergant.

* Schweiz: Mit Jahresbeginn ist das Verkehrssicherheitsprogramm
"Via sicura" in Kraft getreten, das einige wichtige Änderungen im
Straßenverkehrsgesetz nach sich zieht. Ziel des Programms ist, die
Zahl der Verkehrsopfer um ein Viertel zu verringern. Konkret werden
Raser und Alkolenker ins Visier genommen. Es kann nicht nur eine
mindestens einjährige Freiheitsstrafe verhängt werden, sondern auch
die Beschlagnahmung des Autos angeordnet werden.

Strafen reisen nach - Club hilft bei Klärung der
Zahlungsverpflichtung

Wer übrigens glaubt, dass Strafzettel aus dem Ausland ignoriert
werden können, irrt. Spätestens bei der Wiedereinreise in das
Urlaubsland kann die Strafe eingefordert werden. Außerdem können
offene Auslandsstrafen mitunter auch in Österreich zwangsweise
eingetrieben werden. Bei Erhalt eines ausländischen Strafzettels
sollte man zur Klärung der Zahlungsverpflichtung mit der
ÖAMTC-Rechtsberatung Kontakt aufnehmen
(www.oeamtc.at/rechtsberatung). Der Club stellt einen Musterbrief
bereit, mit dem fremdsprachige Strafzettel retourniert werden können.
In Europa hat nämlich jeder das Recht, den Tatvorwurf in einer ihm
verständlichen Sprache zu erfahren.

Detaillierte Informationen zu den Verkehrsbestimmungen
verschiedener Reiseländer sind in der ÖAMTC-Länderdatenbank unter
www.oeamtc.at/laenderinfo verfügbar.

Aviso an die Redaktionen:
Die Grafik "Strafenkatalog Europa" ist unter www.oeamtc.at/presse
abrufbar.

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