• 23.04.2013, 12:50:38
  • /
  • OTS0200 OTW0200

SOS Mitmensch weist unrichtige Behauptung des Sozialministers zurück

Mario Keiber hat die Staatsbürgerschaft nie abgelehnt

Utl.: Mario Keiber hat die Staatsbürgerschaft nie abgelehnt =

Wien (OTS) - SOS Mitmensch zeigt sich in höchstem Maße befremdet über
die Behauptung von Sozialminister Hundstorfer im heutigen
Mittagsjournal, wonach "Mario Keiber vor einigen Jahren die
Staatsbürgerschaft abgelehnt hat". Diese Behauptung entbehrt
jeglicher Grundlage. Mario Keiber wurde die Staatsbürgerschaft nie
angeboten. Von Seiten der Behörden wurde sein Antrag, aufgrund des
nicht ausreichenden Einkommensnachweises, zu keinem Zeitpunkt positiv
behandelt. "Es ist unfassbar, dass Herr Minister Hundstorfer das
wichtige Anliegen des jungen Mannes durch unrichtige Behauptungen
herunterzuputzen versucht. Das ist eines Sozialministers eigentlich
nicht würdig", ist SOS Mitmensch-Sprecher Alexander Pollak empört.

SOS Mitmensch übt auch Kritik an einem Schreiben des
Innenministeriums, das an alle AbsenderInnen von Protestmails
gegangen ist: Das für die Einbürgerung verlangte Nettoeinkommen ist
deutlich höher als im Schreiben des Innenministeriums angegeben. Denn
zu den 837,63 Euro monatlich kommen noch anteilige Miet-, Kredit- und
sonstige regelmäßige Kosten hinzu. Zusätzlich muss für jedes Kind ein
weiteres Einkommen von 129,24 Euro nachgewiesen werden. Üblicherweise
muss für die erfolgreiche Einbürgerung über volle 3 Jahre ein
Nettojahreseinkommen von 12.000-15.000 Euro nachgewiesen werden.

Auch die Frage, warum Mario Keiber nicht schon als Minderjähriger
die Staatsbürgerschaft beantragt hat, ist leicht erklärt: weil er das
selbst nicht konnte. Solange er unter elterlicher Obhut war, oblag es
seinen Eltern die Staatsbürgerschaft zu beantragen. Nachdem die
Beziehung zwischen Mutter und Vater nicht konfliktfrei war, wurde
dieser Schritt von den Eltern nicht gesetzt. Jetzt hat Mario Keiber
die Möglichkeit selbst die Staatsbürgerschaft zu beantragen. Das hat
er versucht und wurde aufgrund eines zu niedrigen Einkommens von den
Behörden abgewiesen.

"Mario Keiber ist kein Einzelfall. Es braucht endlich eine
Regelung, die es Menschen, die schon lange hier leben oder sogar hier
aufgewachsen sind, auch nach dem 18. Lebensjahr ermöglicht, rasch und
unbürokratisch ÖsterreicherInnen zu werden. Gerade weil die
Staatsbürgerschaft ein hohes Gut ist, das mit einer Reihe an
politischen Rechten verbunden ist, dürfen dauerhaft hier lebende
Menschen nicht leichtfertig von der Einbürgerung ausgeschlossen
werden", so Pollak.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | SMM

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel