- 23.04.2013, 10:38:56
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Luftfahrt - Leichtfried: Druck auf EU-Kommission bei möglicherweise giftiger Kabinenluft steigt
SPÖ-EU-Delegationsleiter hofft auf Einlenken
Utl.: SPÖ-EU-Delegationsleiter hofft auf Einlenken =
Wien (OTS/SK) - Immer mehr Berichte über möglicherweise giftige
Kabinenluft in Flugzeugen haben SPÖ-EU-Delegationsleiter Jörg
Leichtfried, Mitglied im zuständigen Verkehrsausschuss des
Europäischen Parlaments, aktiv werden lassen. "Eine freiwillige
Selbstüberprüfung der Airlines funktioniert derzeit nicht. Eine erste
offizielle Antwort von EU-Verkehrskommissar Siim Kallas auf meine
Anfrage war wenig zielführend, da auf eine Agentur verwiesen wurde,
die nur beschränkten Zugriff auf die relevanten Daten hat", sagte
Leichtfried heute, Dienstag. ****
In der Debatte rund um die aktuell anstehende Verordnung über die
Meldung von Ereignissen in der Zivilluftfahrt gestern im Europäischen
Parlament in Brüssel, zeichnet sich ein erstes Einlenken der
EU-Kommission ab. So könnte kontaminierte Kabinenluft sogar als
meldungspflichtiger Vorfall im Annex der neuen Verordnung gelistet
werden. Leichtfried will hier jedenfalls weiter Druck auf die
Kommission ausüben: "Sollte sich herausstellen, dass tatsächlich eine
Gefahr für das Bordpersonal und die Passagiere besteht, darf die
Kommission dies nicht weiter unter den Teppich kehren! Das wäre
unverantwortlich."
EU-Verkehrskommissar Kallas schrieb erst dieser Tage an
SPÖ-EU-Delegationsleiter Leichtfried: "Angesichts der Bedeutung
dieses Themas sowie der Tatsache, dass es für einen einzelnen
spezifischen Interessenträger wie ein Luftfahrtunternehmen schwierig
ist, eine umfassende Studie durchzuführen, hat die Kommission die
Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) beauftragt, alle
verfügbaren Informationen zu analysieren und ihr über ihre
Schlussfolgerungen Bericht zu erstatten." Im Jänner 2012 sei die EASA
zum Schluss gekommen, dass es kein Problem bei der Kabinenluft gebe.
SPÖ-Europaabgeordneter Jörg Leichtfried hat daraufhin eine neuerliche
Anfrage gestellt und fragt darin: "Die EASA hatte bei der
Durchführung besagter Untersuchung nur beschränkt Zugang zu allen
relevanten Informationen, wie etwa zu Daten der nationalen
Aufsichtsbehörden im European Central Repository (diesen Zugang würde
die EASA erst durch die neue Occurrence Reporting Regulation
erhalten). Aufgrund dieses beschränkten Datenzuganges, kann die
Untersuchung nicht als ausreichend repräsentativ angesehen werden."
In den nächsten Wochen ist mit einer Antwort der EU-Kommission zu
rechnen. (Schluss) mb/mp
Rückfragehinweis: Mag. Markus Wolschlager, SPÖ-Delegation im
Europäischen Parlament, Tel.: +32 (484) 127 331, E-Mail:
[email protected]
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