- 21.04.2013, 11:08:23
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SOS Mitmensch startet Protestaktion gegen realitätsfremde Einbürgerungshürden
Dem 22-jährigen Mario Keiber die Einbürgerung zu verwehren, ist keine Leistung!
Utl.: Dem 22-jährigen Mario Keiber die Einbürgerung zu verwehren,
ist keine Leistung! =
Wien (OTS) - Die Menschenrechtsorganisation SOS Mitmensch nimmt den
Fall des in Österreich aufgewachsenen und seit fast 20 Jahren hier
lebenden Mario Keiber zum Anlass, um einen E-Mail-Protest gegen
realitätsfremde Einbürgerungshürden zu starten. Unter dem Motto
"22-Jährigem die Einbürgerung verwehren, ist keine Leistung!" sollen
Protestnachrichten an den für die Einbürgerungsreform
verantwortlichen Integrationsstaatssekretär Sebastian Kurz verschickt
werden. Ziel der Aktion ist es, dass Menschen, wie Mario Keiber, die
schon lange in Österreich leben oder sogar hier aufgewachsen sind,
nicht mehr länger Ausländer bleiben müssen, sondern unbürokratischen
Zugang zur Staatsbürgerschaft erhalten. Bis zur Ministerratssitzung
am Dienstag sollen mehr als 1000 Protestnachrichten an Staatssekretär
Kurz verschickt werden.
"Staatsekretär Kurz spricht von "Staatsbürgerschaft durch
Leistung", doch einem 22-jährigen, der hier aufgewachsen ist, die
Staatsbürgerschaft zu verwehren, ist keine Leistung", so Alexander
Pollak, Sprecher von SOS Mitmensch. "Der Fall Keiber führt einmal
mehr drastisch vor Augen, wie realitätsfremd und ungerecht unsere
Einbürgerungsgesetze sind. Es braucht daher nicht die von Kurz
angekündigte Alibireform, sondern eine echte Einbürgerungsreform, die
es faktischen ÖsterreicherInnen ermöglicht, endlich auch tatsächlich
ÖsterreicherInnen zu werden."
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