• 17.04.2013, 10:00:05
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Unfallfrei arbeiten in großen Höhen: AUVA-Landesstelle Wien unterstützt neues Sicherheitshaus für Baulehrlinge in Langenlois

Wien (OTS) - Am Mittwoch, dem 17. April 2013, ist es soweit: das neue
Sicherheitshaus für Baulehrlinge der Landesberufsschule Langenlois
wird eröffnet. Stürze zählen nicht nur im Berufsleben zu den
häufigsten Unfallarten. Die Folgen sind mit zunehmender Fallhöhe
nicht nur schmerzhafter, sondern oft auch dauerhaft - mitunter
tödlich. Besonders betroffen sind Berufsneulinge und Arbeitskräfte
bis zum 25. Lebensjahr auf Grund der fehlenden Erfahrung und zu
optimistischer Selbsteinschätzung. Deshalb hat die AUVA-Landesstelle
Wien im Rahmen ihres Präventionsschwerpunkts Höhenarbeit auch die
Einrichtung dieses Sicherheitshauses finanziell und mit Knowhow
unterstützt.

Seit knapp zehn Jahren gibt es bei der AUVA-Landesstelle Wien
einen Präventionsschwerpunkt Höhenarbeit. Die Bau-Experten im
Unfallverhütungsdienst arbeiten verstärkt mit den Landesinnungen,
speziellen Trainingszentren und den Landesberufsschulen zusammen. Im
Angebot neben Infotagen, Höhentrainings-Aktionen mit finanzieller
Unterstützung, Merkblättern und Checklisten für Dacharbeiten ist auch
die Unterstützung von Sicherheitshäusern in niederösterreichischen
Berufsschulen. So wurden neue Trainingsplätze für Höhenarbeit in der
Landesberufsschule Mistelbach mit Schutz- und Rettungsausrüstung
unterstützt und nun ganz aktuelle, die Errichtung des
Sicherheitshauses in Langenlois.

Dipl.-Ing. Wolfgang Glaser, Leiter des Unfallverhütungsdienstes
der AUVA-Landesstelle Wien, betonte bei der Eröffnung des neuen
Sicherheitshauses am Mittwoch, dem 17. April 2013, in Langenlois, die
Wichtigkeit der Vorbeugung (Prävention) schon in jungen Jahren: " Mit
der Landesberufsschule Langenlois verbindet uns eine langjährige
Zusammenarbeit. Sie stellt immer wieder Sieger bei unserem
österreichweiten, großen Sicherheitspreis für Baulehrlinge, der heuer
im Juni stattfinden wird. Deshalb freut es mich besonders, dass wir
im Rahmen unserer Partnerschaft für Prävention mithelfen konnten, die
erstklassige Ausbildung in Langenlois für die Lehrlinge noch
interessanter zu machen.

Als Gegenleistung dürfen wir das neue Sicherheitshaus auch für
Exkursionen anderer Berufsschulen sowie als praxisorientierte
Schulungsstätte für die Ausbildung von Sicherheitsvertrauenspersonen
oder für Firmenveranstaltungen einsetzen - auch ältere Arbeitskräfte
sind vor Sturz- und Fall-Unfällen nicht gefeit. Dafür gilt Direktor
Ing. Herbert Zant und seinem engagierten Team mein Dank. Damit auch
Sie gut geschützt sind, haben wir dreißig Schutzhelme mitgebracht."

Zum Programm am Eröffnungstag steuert die AUVA-Landesstelle Wien
einen Rauschparcours bei: Hier können die Lehrlinge mit einer
besonderen Brille erleben, wie drastisch Wahrnehmung und Koordination
bereits bei einer geringen Alkoholisierung leiden. Schlichtes
Aufsperren oder ein Trockenslalom werden zum Problem.

Insgesamt verzeichnete die AUVA-Statistik für das Jahr 2011 184
Dachunfälle, 50 davon passierten in Wien, Niederösterreich und
Burgenland. Die Betroffenen waren mit durchschnittlich rund 1.460
Arbeitstagen relativ lange im Krankenstand, die dadurch verursachten
Kosten für die Betriebe schlugen sich mit durchschnittlich mehr als
5.000 Euro zu Buche. Ein Absturz vom Dach ist die häufigste
Todesursache bei Sturz- und Fall-Unfällen. 2011 starb ein
Dacharbeiter in Niederösterreich an den Unfallfolgen.

Informationen über sicheres Arbeiten auf Dächern bieten das AUVA
Merkblatt M 222 "Arbeiten auf Dächern" sowie die AUVA Checkliste
"Nicht durchbruchsichere Dachelemente". Beides kann via Internet
unter www.auva.at/publikationen bestellt oder herunter geladen
werden.

Fotolink:
http://auva.celumimagine.com/pindownload/login.do?pin=D33OQ
PIN: D33OQ

Über die AUVA:

Bei der AUVA sind rund 4,7 Millionen Personen gesetzlich gegen
Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten versichert: 1,2 Millionen
Arbeiter, 1,6 Millionen Angestellte, 450.000 Selbständige
sowie 1,4 Millionen Schüler, Studenten und Kinder im verpflichtenden
Kindergartenjahr. Die Landesstelle Wien betreut in den Bundesländern
Wien, Niederösterreich und Burgenland 42 Prozent der
AUVA-Versicherten. Pro Jahr erhalten 120.000 Verletzte in den Wiener
AUVA-Unfallkrankenhäusern Meidling und Lorenz Böhler sowie 1.900
Patienten in den Rehabilitationszentren Wien-Meidling und Weißer Hof,
Klosterneuburg, die bestmögliche Behandlung. Die AUVA finanziert ihre
Aufgaben als soziale Unfallversicherung aus Pflichtbeiträgen der
Dienstgeber. Prävention ist dabei die vorrangige Kernaufgabe der AUVA
- die Verhütung von Unfällen und die Vorbeugung von Berufskrankheiten
senkt die Kosten für die drei weiteren Unternehmensbereiche
Heilbehandlung, Rehabilitation und finanzielle Entschädigung von
Unfallopfern am wirksamsten.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | AWI

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