- 11.04.2013, 12:16:41
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Saisonauftakt 2013: Wiener Paradeiser und Paprika mit Mehr-Wert
Regional erzeugtes Gemüse mit Nachhaltigkeitslabel

Utl.: Regional erzeugtes Gemüse mit Nachhaltigkeitslabel =
Wien (OTS) - Nach langem Winter startet die Wiener Gemüsesaison: ab
sofort ist wieder regionales und nachhaltiger produziertes Gemüse,
unter anderem mit dem Nachhaltigkeitslabel PRO PLANET, erhältlich.
Für Konsumenten ist es von steigender Bedeutung woher das Gemüse
kommt und unter welchen Produktionsbedingungen es erzeugt wird. Die
beispielhafte Zusammenarbeit der Wiener Landwirtschaftskammer und
LGV-Frischgemüse auf Produzentenseite mit Wien Energie sowie REWE
International AG und GLOBAL 2000 sorgen seit rund zwei Jahren dafür,
dass die Wienerinnen und Wiener auch 2013 wieder auf nachhaltiger
angebaute Tomaten und Paprika aus ihrer unmittelbaren Umgebung setzen
können. Das Nachhaltigkeitslabel PRO PLANET* ist für die Konsumenten
ein Zeichen für verantwortungsvoll erzeugte Produkte. Das sichern
klare Richtlinien und strenge Kontrollen.
Nachhaltigere Lebensmittel in Top-Qualität liefern die Gärtner und
Landwirte der Agrarstadt Wien. Sie setzen auf eine ökologisch und
sozial nachhaltigere Lebensmittelerzeugung, erfüllen hohe
Qualitätsansprüche in der Produktion und liefern damit Lebensmittel
von höherem Wert. "Der Weg zu einer nachhaltigen
Lebensmittel-Produktion kann nur ein gemeinsamer sein. Lebensmittel
aus lokaler Produktion und Vermarktung, gewachsen und verarbeitet mit
Hilfe von Energie aus der Region sind ein wichtiger Beitrag zu einer
nachhaltigen Lebensweise", freut sich Abg. z. NR Ing. Franz Windisch,
Präsident der Landwirtschaftskammer Wien, über die
branchenübergreifende Zusammenarbeit von REWE International AG, LGV,
Wien Energie und GLOBAL 2000 zum Saisonauftakt mit heimischem Gemüse.
Wien: Hoher Selbstversorgungsgrad mit Gemüse durch starke
lokale Erzeugung
Rund ein Drittel des Gemüsebedarfs der Wienerinnen und Wiener kann
direkt durch lokale Betriebe gedeckt werden. Der
Selbstversorgungsgrad liegt dabei in Wien zum Beispiel bei
Paradeisern bei 36 Prozent, bei Paprika sogar bei 71 Prozent. Ein
Gutteil davon wird von den Gärtnern der LGV erzeugt. Diese haben 2012
52.000 Tonnen Gemüse produziert und vertrieben, rund 16.000 Tonnen
Tomaten und Rispentomaten sowie 43 Millionen Stück Paprika. Gerald
König, Vorstand der LGV: "Regionaler Anbau bietet zahlreiche Vorteile
in Bezug auf Nachhaltigkeit. Der enge, regionale
Wertschöpfungskreislauf der LGV bindet zahlreiche lokale Partner mit
ein, die Wertschöpfung bleibt in der Region."
PRO PLANET steht für ökologische und soziale Standards
Neben der regionalen Herkunft müssen nachhaltiger erzeugte
Lebensmittel jedoch noch weitere wesentliche Kriterien erfüllen. REWE
International AG hat gemeinsam mit GLOBAL 2000 und der Caritas ein
System zur ökologischen und sozialen Bewertung von
landwirtschaftlichen Produkten entwickelt. Die gesamte
Wertschöpfungskette vom Acker bis ins Supermarktregal wird
hinsichtlich ihrer ökologischen Wirkungen überprüft. Neben der
Emission von Treibhausgasen, stehen der Ressourcen-Verbrauch, der
Wasser-Verbrauch und die Landnutzung durch Produktion, Transport und
Verpackung im Zentrum. Außerdem werden der Einsatz von Pestiziden und
Düngern, ihre Wirkung auf Luft und Wasser sowie der Erhalt der
natürlichen Bodenfruchtbarkeit streng geprüft. Das PRO PLANET Label
erhalten nur Produkte, die die Schwellenwerte und Richtlinien
einhalten.
Im vergangenen Jahr wurden bei BILLA, MERKUR, PENNY und ADEG 1,3
Millionen kg Paradeiser und 3,5 Millionen Stück Paprika mit dem PRO
PLANET Label verkauft. Die Umstellung von Teilen der Produktion auf
PRO PLANET Standards hat dazu geführt, dass allein beim
Tomatensortiment 2012 im Vergleich zu 2009 547.854 kg CO2 eingespart
werden konnten. "Wir möchten all unseren Kunden auch im
konventionellen Bereich den Zugang zu Produkten bieten, die einen
nachhaltigen Mehrwert haben. PRO PLANET soll dabei als Wegweiser und
Orientierungshilfe dienen", erklärt Alfred Propst, Direktor
Zentraleinkauf Frische der REWE International AG. Die enge
Zusammenarbeit mit GLOBAL 2000 sichert dabei auch laufend weitere
Verbesserungen. "Als unabhängige Umweltschutzorganisation widmen wir
uns intensiv dem Thema Nachhaltigkeit und haben zehn Indikatoren zur
Berechnung entwickelt, die über den reinen CO2-Fußabdruck
hinausgehen. Durch den Einsatz dieses Bewertungssystems können wir
sehr viele Konsumenten und Konsumentinnen erreichen und damit für
einen nachhaltigeren Konsum sensibilisieren. Durch die Zusammenarbeit
bei PRO PLANET können konkrete Verbesserungen direkt umgesetzt
werden", sagt Reinhard Uhrig, politischer Geschäftsführer von GLOBAL
2000.
Wiener Gemüse: traditionell und ressourcenschonend angebaut
Das Wiener Gemüse zeichnet sich durch kurze Transportwege und
einen geringen Wasserverbrauch aus, zur Bewässerung wird
ausschließlich Regen- oder Brunnenwasser genutzt. Die Gewächshäuser
werden mit Fernwärme von Wien Energie beheizt. Damit können pro Jahr
zusätzlich rund 36.000 Tonnen an CO2-Emissionen eingespart werden,
das entspricht dem jährlichen Schadstoffausstoß von 20.000 PKWs**.
"Unsere Zusammenarbeit mit REWE International und LGV-Frischgemüse
ermöglicht es, einen umweltfreundlichen Energieträger dafür zu
nutzen, den Konsumenten regional frisches und weitgehend
klimafreundliches Gemüse anzubieten. Damit schonen wir Hand in Hand
nachhaltig die Umwelt", so Thomas Pucharski, Leiter Marketing und
Vertrieb, Wien Energie Fernwärme. Dies sichert den Wienerinnen und
Wienern auch in der Übergangszeit nachhaltiger angebautes regionales
Gemüse und ermöglicht den Saisonauftakt für Wiener PRO PLANET
Paradeiser und Paprika bereits im April.
* PRO PLANET ist ein Nachhaltigkeitslabel der REWE Group. Mehr
Information unter www.proplanet-label.at.
**Basis: Jährlicher Durchschnittsverbrauch PKW bei 15.000 km
Fahrleistung und 120g CO2-Ausstoß pro km.
Weitere Bilder unter: http://www.apa-fotoservice.at/galerie/4046
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