- 02.04.2013, 14:57:03
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Riess, Schmidinger, Zakostelsky: Aufbruch am Wohnungsmarkt braucht neue, kreative Lösungen - FOTO
ÖVP-Regierungsklausur mit Experten der Bausparkassen und Pensionskassen - Gemeinsame Wohnformen forcieren – Wunsch nach Sicherheit nimmt zu
Utl.: ÖVP-Regierungsklausur mit Experten der Bausparkassen und
Pensionskassen - Gemeinsame Wohnformen forcieren – Wunsch nach
Sicherheit nimmt zu =
Wien, 2. April 2013 (ÖVP-PD) "Vor allem beim geförderten
Wohnbau heißt es umzudenken und neue, kreative Lösungen zu finden",
betont die Generaldirektorin der Österreichischen Wüstenrot-Gruppe,
Dr. Susanne Riess, bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit
Vizekanzler Michael Spindelegger und Wirtschaftsminister Reinhold
Mitterlehner, dem Vorstandsvorsitzenden der Bausparkasse der
österreichischen Sparkassen AG Dr. Josef Schmidinger und dem Obmann
des Fachverbandes der Pensionskassen Mag. Andreas Zakostelsky. "Der
Bau von neuen Singlewohnungen kann nicht die Lösung sein. Wir
müssen Formen wie Co-Housing, also gemeinsame Wohnformen,
forcieren", sagt Riess und sieht Immobilien als Anlage und Vorsorge
für das Alter, stellt dabei aber klar: "Hohe Rendite ist nicht
alleiniges Ziel einer Anlage, sondern dauerhaft Werte zu schaffen.
Der Bedarf wird rasant steigen. Das kann unmöglich aus dem
öffentlichen Haushalt abgedeckt werden." Deshalb müsse man
Möglichkeiten finden, um möglichst lange im Eigenheim oder in
Wohneinheiten, bei dem der Versorgungsbedarf gewährleistet ist,
leben zu können. "Generationenübergreifende Wohnmodelle werden
nicht nur immer wichtiger, sondern können auch eine der Lösungen
darstellen." ****
Josef Schmidinger, Vorstandsvorsitzender der Bausparkasse der
österreichischen Sparkassen AG, verweist vor allem auf die hohe
Belastung von Wohnkosten aufgrund des niedrigeren Einkommens für
Menschen zwischen 18 und 29 Jahren, sowie ab 60 Jahren: "Diese zwei
Perioden sind besonders sensibel", so Schmidinger. "Ursache für die
steigenden Wohnkosten sind die Zuwanderung und die steigende
Lebenserwartung der Menschen. Dadurch wird weniger Wohnraum frei."
Österreich sei aber in der glücklichen Lage, mit der
Wohnbauförderung ein Modell zu haben, das "eine Erfolgsgeschichte"
geschrieben hat. Man müsse aber "mehr Geld zuwidmen", so
Schmidinger, der für ältere Menschen Eigentum als mögliche
Alternative zu Mietwohnungen hervorhebt: "Diese Vorsorge hilft im
Alter, die Wohnkosten moderat zu halten. Mit Mitteln aus Pensions-
und Vorsorgekassen kann man längerfristig Geld in den Wohnbau
investieren."
Der Obmann des Fachverbandes der Pensionskassen, Andreas
Zakostelsky, sieht Pensionskassen als langfristige Investoren: "Für
unsere Kunden spielen Werte wie Nachhaltigkeit, Sicherheit,
Transparenz eine immer stärkere Rolle. Und gerade diese Werte
werden im Wohnraum gut abgebildet". Zakostelsky weiter: "Wir können
uns sehr gut vorstellen, bis zu zehn Prozent der Mittel, das sind
rund zwei Milliarden Euro, in den Wohnraum zu investieren." Dazu
gebe es bei den Pensionskassen ein Wachstum von rund 1,5 bis zwei
Milliarden Euro jährlich – wovon wiederum zehn Prozent in den
Wohnbau fließen könnten. Besonders in den vergangenen Jahren habe
der Wunsch nach Sicherheit wesentlich an Stellenwert gewonnen. "Bei
einer entsprechenden Attraktivierung der Rahmenbedingungen können
wir uns sehr gut vorstellen, dass Gelder der Pensionskassen in
Richtung Wohnbau fließen." So könne man ein größeres Angebot und
ein Mehr an Wohnraum realisieren, betont Zakostelsky
abschließend.(ENDE)
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