• 27.03.2013, 14:05:05
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braucht

Versuche der AK, Gelder der Ländlichen Entwicklung umzuschichten, nicht zweckdienlich

Wien 27. März 2013 (OTS) Erstaunt zeigt sich Bauernbund-
Präsident Jakob Auer über die heute, Mittwoch, erneuerte Forderung
der Arbeiterkammer Wien, Geld aus dem Programm ELER für soziale
Dienstleistungen umzuschichten. "Bevor diese Mittel überhaupt in
Österreich angekommen sind, hält die Arbeiterkammer schon wieder
die Hand auf. Die ELER-Mittel, auf die die AK Wien jetzt schielt,
werden zu einem Gutteil, nämlich 88 Prozent, für Umwelt, Klima,
Landschaft, Infrastruktur, Projekte für Erneuerbare Energie und
Nahversorgung im Ländlichen Raum ausgegeben. Das alles ist
einerseits gesellschaftlich erwünscht und höchst anerkannt und
kommt andererseits dem ländlichen Raum und seiner Bevölkerung als
Ganzes zu Gute", erteilt Auer der Neiddebatte, die durch
fantasievolle Geldforderungen ausgelöst werde, eine deutliche
Abfuhr. "Offenbar hat die AK nicht begriffen, was der ländliche
Raum und die Menschen brauchen", so der Bauernbund-Präsident.

Soziale Aspekte mit Leader-Programm bereits optimal abgedeckt

"Mit diesen Ideen streut die AK der Bevölkerung Sand in die
Augen. Gelder für die Landwirtschaft kommen der Gesellschaft direkt
und spürbar zugute – durch Arbeitsplätze und Perspektiven für die
Jugend am Land, sichere und leistbare Lebensmittel, attraktive
Dörfer und lebendige ländliche Räume", zitierte Auer die
wichtigsten Punkte der land- und forstwirtschaftlichen
Leistungsbilanz.

Das beste Beispiel dafür sei das Leader-Programm, wo sich
Gemeinden förderungsfähige Maßnahmen nach ihren eigenen sozialen,
ökonomischen und kulturellen Bedürfnissen maßschneidern können.
Außerdem sei Sozialpolitik viel zu wichtig, als dass sie in ein
Untersegment der Agrarpolitik verschoben werden darf. "Wenn die AK
ihre eigenen Anliegen ernst nimmt und politisch durchsetzen will,
dann ist der erste Ansprechpartner Sozialminister Hundstorfer", so
Auer.

Ohne Jobs, Infrastruktur und leistbares Wohnen am Land,
bräuchte niemand Kindergärten

"Ein Verteilungskampf zwischen Wien und dem ländlichen Raum
bringt niemanden weiter. Ohne die Gelder für die Ländliche
Entwicklung gibt es keine Wirtschaft am Land. Ohne diese Mittel
wäre sehr schnell auch die Lebensmittelversorgung Österreichs in
Frage gestellt", warnte Auer vor unabsehbaren Folgen einer solchen
Geldverschiebung. "Offenbar haben die Umverteilungsfantasien in der
Arbeiterkammer jetzt wieder Hochkonjunktur", stellte Auer fest.
„98.000 Nebenerwerbsbauern zahlen AK-Pflichtbeiträge und haben ein
Recht auf eine ehrliche Interessenvertretung, die Jobsicherheit und
Schaffung von Arbeitsplätzen auch in peripheren Gebieten als ihre
Kernaufgabe wahrnehmen sollte.

Die Arbeitsplätze, die von der Landwirtschaft direkt und
indirekt geschaffen und gesichert werden, müssten von der AK also
zunächst einmal positiv anerkannt werden. "Wenn es keine Jobs und
keine Arbeit am Land mehr gäbe, bräuchte es auch keine
Kinderbetreuung", verlangte der Bauernbund-Präsident eine
verantwortungsvolle, umfassende Politik für den ländlichen Raum,
wofür Beschäftigung, leistbarer Wohnraum, funktionsfähige
Infrastruktur und eine attraktive Dienstleistungsdichte die Basis
bilden.

Rückfragehinweis:

Mag. Andrea Salzburger

Tel.: +43 1 5058173-28, Mobil: +43 699 1810 1805, E-Mail:
[email protected]

Bauernbund Österreich, Brucknerstraße 6/3, 1040 Wien,
www.bauernbund.at

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