- 21.03.2013, 09:17:58
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Greenpeace: Vorsicht bei losen Ostereiern und Eierfarben zum Selberfärben
"Osterei-Check" bringt Kennzeichnungsmängel und problematische Farbstoffe ans Licht
Utl.: "Osterei-Check" bringt Kennzeichnungsmängel und problematische
Farbstoffe ans Licht =
Wien (OTS) - Im Handel erhältliche Eierfarben, die für die Gesundheit
problematische Azo-Farbstoffe enthalten, und grobe Mängel in der
Kennzeichnung von einzeln verkauften Ostereiern, das bringt der
alljährliche "Osterei-Check" von Greenpeace ans Licht. Die
unbedenkliche Alternative sind verpackte Ostereier, die im
diesjährigen Greenpeace-Check im Hinblick auf ökologischer Kriterien
(Inhaltsstoffe, Gentechnik, Transport, Verpackung) als
"Hervorragend" oder "Gut" eingestuft werden konnten. Alle Ergebnisse
der Greenpeace-Untersuchung können im Online-Einkaufsratgeber von
Greenpeace unter http://marktcheck.greenpeace.at/ostereier abgerufen
werden.
"Erfreulich ist, dass unsere Checks und Kritik der Vorjahre Wirkung
gezeigt haben und wir dieses Jahr für alle 25 von uns überprüften
verpackten Ostereier aus österreichischen Supermärkten in
ökologischer Hinsicht grünes Licht geben können", so Greenpeace
Konsumentensprecherin Claudia Sprinz. Herbe Kritik gibt es von
Greenpeace jedoch aufgrund der mangelnden Transparenz bei einzeln
verkauften Ostereiern, wie sie etwa in Bäckereien erhältlich sind.
Wichtige Informationen über Haltbarkeit, Herkunft, eingesetzte
Farbstoffe und Haltungsform der Hühner sind meist nicht ersichtlich,
wie sich bei den Testkäufen von Greenpeace herausstellte. Das
Verkaufspersonal war dabei meist ebenso ratlos, woher das Produkt
eigentlich kommt, wie die KonsumentInnen selbst. Erst auf Nachfrage
von Greenpeace wurden die Informationen von den getesteten Bäckereien
nachgereicht.
"Dass meist weder Produktaufsteller noch Verkaufspersonal Auskunft
über die Herkunft dieser einzeln verkauften Eier geben können, ist
skandalös. Kein Kunde kann so nachvollziehen, ob ihm etwa weit
gereiste Käfig-Eier untergejubelt werden, die mit problematischen
Farbstoffen gefärbt wurden oder von Hennen stammen, die mit
Gentech-Futter aufgezogen wurden", so Sprinz. Gemäß einer aktuellen
Auskunft des Gesundheitsministeriums gibt es derzeit keine
Vorschriften zur Kennzeichnung von Ostereiern, die ohne Verpackung
verkauft werden. Greenpeace fordert von Gesundheitsminister Stöger
zum Schutz der VerbraucherInnen für mehr Transparenz zu sorgen und
diese Kennzeichnungslücke zu schließen.
Auch Eierfarben zum Selberfärben hat Greenpeace unter die Lupe
genommen: Von 30 in Drogerie-, Super- und Biomärkten erhältlichen
Eierfarben zum Selberfärben enthielten 28 Produkte Farbstoffe, die
problematische Auswirkungen auf die Gesundheit haben können. "In den
bunten Ostereifarben verbergen sich hinter etlichen E-Nummern auch
Azo-Farbstoffe, die interessanterweise bei industriell gefärbten
verpackten Ostereiern nicht mehr eingesetzt werden, da sie
beispielsweise im Verdacht stehen, Asthma, Allergien oder die
Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätsstörung ADHS bei Kindern
mit auszulösen", so Sprinz.
Die Greenpeace-Konsumentensprecherin empfiehlt KonsumentInnen, sich
an den Informationen des Greenpeace "Osterei-Checks" auf dem online
Einkaufsratgeber marktcheck.at zu orientieren. "Wer auf Nummer sicher
gehen will, sollte im Handel zu verpackten Bio-Farbeiern greifen oder
Bio-Eier mit Gemüse, Gewürzen und Beeren oder natürlichen Eierfarben
der Marken Nawaro und Auro aus dem Biosupermarkt selber färben."
Alle Ergebnisse des Greenpeace "Osterei-Checks finden Sie unter:
http://marktcheck.greenpeace.at/ostereier
Bildmaterial schicken wir Ihnen gerne auf Anfrage (mail to:
[email protected]) zu.
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