- 20.03.2013, 10:55:03
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Schittenhelm zur Frauenpolitik: Sind noch immer nicht am Ende des Weges
Wien (OTS/ÖVP-PK) - Nach 20 Jahren Gleichbehandlungsgesetz hätte ich
mir gewünscht, ein Fest feiern zu können. Doch bei gleichwertiger
Ausbildung und Arbeit gibt es leider noch immer keinen gleichwertigen
Lohn für Frauen. Trotzdem ist viel zur Verbesserung der
Rahmenbedingungen für Frauen und die Familie geschehen. Das sagte
heute, Mittwoch, ÖVP-Frauensprecherin Dorothea Schittenhelm in der
Aktuellen Stunde im Nationalrat.
Schittenhelm verwies auf das Gender Mainstreaming-Konzept, das die
Gleichstellung von Frauen und Männern auf allen Ebenen vorsieht. "Wir
brauchen Ausgewogenheit und Balance, und daher hat unsere
Finanzministerin auch Gender Budgeting realisiert - das bedeutet,
dass in allen Ressorts Gender Budgeting ein Wirkungsziel sein muss.
Dabei geht es um das Sichtbarmachen der geschlechterspezifischen
Auswirkungen von Budgetentscheidungen."
Frauen liegen beim Einkommen noch immer 20 bis 25 Prozent hinter den
Männern, verwies Schittenhelm auf den Rechnungshof-Einkommensbericht.
"Dabei haben wir best ausgebildete Mädchen und Frauen und eine
steigende Zahl an Absolventinnen an Universitäten." Mit der
Familiengründung beginne allerdings die Benachteiligung von Frauen.
"Wir haben also noch einiges zu tun und sind noch immer nicht am
Ende des Weges."
"Wir müssen daher nicht nur bei der Berufswahl der Mädchen ansetzen,
sondern auch die Berufsbranchen ansehen", verwies die Frauenchefin
auf die weniger gut bewerteten Kollektivverträge wie beispielsweise
im Bereich Pflege. Und es gelte auch, auf Wünsche und Talente
einzugehen, hob Schittenhelm ein Projekt der Präsidentin der NÖ
Wirtschaftskammer Sonja Zwazl hervor: Mit einem "Talente-Check"
erhalten Jugendliche ab der dritten Klasse Unterstufe eine
wesentliche Entscheidungshilfe, für welche Berufs- und
Ausbildungswege sie besonders geeignet sind. "Das ist es, was wir
brauchen, wenn wir unsere Aufgabe ernst nehmen."
Abschließend ging Schittenhelm auch auf die niedrige Frauenquote im
Nationalrat ein. "Von 183 Nationalratsabgeordneten sind 53 Frauen.
Das heißt, wir selbst hätten es hier auch in der Hand, etwas zu
verändern", so die Abgeordnete abschließend.
(Schluss)
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