- 08.03.2013, 11:37:45
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Mitterlehner: Atomstrom-Unabhängigkeit Österreichs rückt näher
Wirtschafts- und Energieminister anlässlich des zweiten Jahrestags des Atomunglücks von Fukushima - Energiewende in Österreich wurde weiter beschleunigt
Utl.: Wirtschafts- und Energieminister anlässlich des zweiten
Jahrestags des Atomunglücks von Fukushima - Energiewende in
Österreich wurde weiter beschleunigt =
Wien (OTS/BMWFJ) - Die Atomkatastrophe von Fukushima am 11. März 2011
hat eine weltweite Debatte über die Nuklearenergie ausgelöst und den
Umstieg in Richtung Erneuerbare Energien auch in Österreich
beschleunigt. "Wir sind bei der Energiewende gut aufgestellt und
zählen im internationalen Vergleich zu den Vorreitern", betont
Wirtschafts- und Energieminister Reinhold Mitterlehner. "Der massive
Ökostrom-Ausbau drängt den ohnehin niedrigen rechnerischen
Atomstrom-Anteil in Österreich schrittweise zurück. In Verbindung mit
einer besseren Stromkennzeichnung rückt unser Ziel einer bilanziellen
Unabhängigkeit von Atomstromimporten bis spätestens 2015 immer
näher", so Mitterlehner.
Ökostromgesetz forciert Energiewende
Durch das nur wenige Monate nach Fukushima im Juli 2011 beschlossene
Ökostromgesetz mit aufgestockten Förderungen boomen in Österreich die
Erneuerbaren Energien, deren Anteil im Stromsektor derzeit bei etwa
70 Prozent liegt und bis 2020 auf 85 Prozent steigen soll. "Wir haben
das Fördersystem so gestaltet, dass es sowohl die Energiewende
unterstützt als auch für Bürger und Unternehmen leistbar bleibt.
Gleichzeitig lösen wir damit milliardenschwere Investitionen in grüne
Technologien aus", sagt Mitterlehner. "Anders als Deutschland deckeln
wir die jährliche Fördersumme und haben degressive Elemente in der
Tarifförderung etabliert, um den Weg zur Marktreife weiter zu
forcieren", betont Mitterlehner. Während ein durchschnittlicher
Haushalt in Deutschland fast 200 Euro an Ökostromkosten zahlt, sind
es in Österreich 53 Euro pro Jahr, also nur etwas mehr als vier Euro
im Monat.
Vereinbarungen des Atomstromgipfels in Umsetzung
Eine weitere Folge der Fukushima-Katastrophe sind die Beschlüsse des
3. Atomstromgipfels der Bundesregierung, die jetzt im Zuge der
geplanten ElWOG-Novelle umgesetzt werden sollen. "Künftig wird der
gesamte Strom, den Haushalte und Unternehmen von österreichischen
Erzeugern beziehen, einen verpflichtenden Herkunftsnachweis haben.
Damit gibt es de facto keinen 'Strom unbekannter Herkunft' mehr und
jeder Verbraucher kann eine bewusste Kaufentscheidung gegen Atomstrom
treffen", sagt Mitterlehner. Voraussetzung für den Beschluss der
Novelle im Parlament ist der Abschluss eines entsprechenden
Notifizierungsverfahrens bei der EU-Kommission in Brüssel.
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