Blecha: Parlament erfüllt heute Forderung des Pensionistenverbandes

Netto-Pensionskürzungen werden rückwirkend aufgehoben!

Wien (OTS) - Soeben hat der Österreichische Nationalrat eine wichtige Forderung des Pensionistenverband Österreichs (PVÖ), der stärksten Seniorenvereinigung, erfüllt und weitere Verbesserungen beim "Erhöhten Pensionistenabsetzbetrag", dem früheren Alleinverdiener-Absetzbetrag, beschlossen. Pensionistenverbands-Präsident Karl Blecha: "Ein Riesen-Erfolg, das bedeutet für viele betroffene Pensionisten bis zu 500 Euro mehr Pension im Jahr!"

Blecha ruft in Erinnerung: "Der Pensionistenverband hat gemeinsam mit den anderen Pensionistenorganisationen im Jahr 2011 leidenschaftlich gegen die unsoziale Streichung des Alleinverdiener-Absetzbetrages für Pensionisten gekämpft und 2012 seine Wiedereinführung (in Form des "Erhöhten Pensionistenabsetzbetrages") für Pensionen bis 1.750 Euro brutto erreichen können."

Im Zuge der Pensionsverhandlungen im vergangenen Dezember hat Pensionistenverbands-Präsident Karl Blecha die Regierungsspitze auf das Problem aufmerksam gemacht, dass einige tausend Pensionisten-Ehepaare mit einer Nettopensionskürzung rechnen müssen, weil sie durch die Pensionsanpassung über den fixen Grenzbetrag für die Inanspruchnahme des Erhöhten Pensionistenabsetzbetrag kommen und dieser dann wegfällt. "Wir haben vor Nettokürzungen gewarnt und mit aller Deutlichkeit eine Reparatur gefordert. Bundeskanzler, Vizekanzler und Sozialminister zeigten sich einer Problemlösung positiv aufgeschlossen", berichtet Blecha. "Leider ging dann fast drei Monate nichts weiter", so Blecha, der dann den Druck erhöhte. Denn: Im Jänner mussten die Betroffenen überrascht und erbost bei der Zusendung ihres Informationsblattes über die neue Pensionshöhe für das Jahr 2013 feststellen, dass ihre Pension - trotz Anpassung von 1,8 Prozent plus - netto ein Minus ergibt. Blecha: "Die Telefone liefen heiß, unfreundliche E-mails, Briefe und Faxe folgten", berichtet der PVÖ-Präsident über die Reaktionen der von einer Nettokürzung betroffenen Pensionisten.

Derzeit starre Grenze bei 1.750 Euro Monatsbrutto-Pension

Derzeit sind Pensionisten-Paare, die von EINER Brutto-Pension bis zu einer Höhe von 1.750 Euro monatlich leben, für den Erhöhten Pensionisten-Absetzbetrag anspruchsberechtigt. Aber: Erhielt jemand beispielsweise im Jahr 2012 brutto 1.720 Euro Pension, so wurde seine Pension im Jahr 2013 um 1,8 Prozent auf 1.750,96 Euro brutto erhöht. Sie liegt also um 96 Cent über dem Grenzwert und der Erhöhte Absetzbetrag geht zur Gänze verloren! Blecha forderte eine ausschleifende Regelung, damit es nicht zu derartigen Härtefällen mit einem Totalwegfall des Absetzbetrages kommt, bloß weil die Pension einige Cent über dem starren Grenzwert liegt.

NEU und RÜCKWIRKEND: Volle Absetzbarkeit bis 1.750 Euro, ab dann bis 2.200 Euro ausschleifend

Die neue Regelung sieht vor, dass es keine starre Grenze mehr gibt, sondern eine ausschleifende. Der Erhöhte Pensionistenabsetzbetrag beträgt 764 Euro im Jahr. Bis zu einer Monatsbruttopension von 1.750 Euro wirkt er voll, ab dieser Höhe bis max. 2.200 Euro wird er auf null ausgeschliffen.

Pensionistenverbands-Präsident Blecha: "Das Gute daran ist, dass auch unsere Forderung nach einer rückwirkenden Lösung erreicht wurde. Das heißt, dass alle, die mit Jänner den Erhöhten Pensionistenabsetzbetrag verloren haben, ihn auch tatsächlich wieder zurückbekommen!" freut sich Blecha über den großen Erfolg für Pensionisten-Paare. "Und vor allem: der Kreis der Anspruchsberechtigten wird auch größer!", so Blecha erfreut. "Ich danke Sozialminister Hundstorfer, Finanzministerin Fekter und Finanzstaatssekretär Andreas Schieder, die diese positive Lösung vorbereitet haben", so Blecha abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Pensionistenverband Österreichs, Andreas Wohlmuth, Tel.: 01-31372 DW 30, email: andy.wohlmuth@pvoe.at

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