SOS Mitmensch: Welle der Solidarität für junge Frau aus Kolumbien

Reform der Rot-Weiß-Rot-Karte gefordert

Wien (OTS) - SOS Mitmensch zeigt sich erfreut über die unzähligen Sympathiebekundungen, die die von Ausweisung bedrohte Natalia Zambrano in den vergangenen 24 Stunden erreicht hat. Auch die 29-jährige Wienerin, die vor 11 Jahren aus Kolumbien zum Studieren nach Österreich gekommen ist, ist von den vielen positiven Rückmeldungen überwältigt: "Mit einer solchen Welle an Solidarität habe ich nicht gerechnet. Ich weiß gar nicht, wie ich mich bedanken soll", so Natalia Zambrano. "Zu spüren, dass viele Leute mit mir fühlen, gibt mir neue Kraft. Das ist so wichtig für mich, nach den schmerzhaften letzten Monaten, in denen ich alles versucht habe, um mein Leben hier fortsetzen zu können, aber immer wieder gegen eine bürokratische Mauer gerannt bin."

SOS Mitmensch fordert eine Reform der Rot-Weiß-Rot-Karte. Der Fall von Natalia Zambrano, die erfolgreich studiert, sich Jobzusagen erarbeitet und mehr als ein Drittel ihres Lebens in Österreich verbracht hat und trotzdem das Land verlassen muss, zeigt, dass die Rot-Weiß-Rot-Karte nicht funktioniert. "Wenn sich in der Praxis zeigt, dass ein so wichtiges Instrument wie die Rot-Weiß-Rot-Karte nicht funktioniert, dann muss umgehend reagiert werden. Es geht schließlich um Menschenschicksale", so SOS Mitmensch-Sprecher Alexander Pollak. "Die Politik und ihre Instrumente müssen sich an der Lebensrealität der Menschen orientierten, andernfalls werden sie, wie im vorliegenden Fall, zu Zerstörungsinstrumenten."

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