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Salzburger Festspiele brauchen mehr Geld

Seit 1998 keine Inflationsabgeltung - 2 Millionen minus drohen - Welser-Möst soll 2016 "Fidelio" dirigieren

Wien (OTS) - Vor der mit Spannung erwarteten Kuratoriumssitzung am 6. März melden die Salzburger Festspiele dringlich Mehrbedarf an. "Wir werden mehr benötigen als vorgesehen", sagt Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler in der morgen erscheinenden NEWS-Ausgabe. Insiderinformationen zufolge fehlen im Budget für den Sommer 2014 mindestens zwei Millionen Euro, die über zusätzliche Sponsorenleistungen aufgebracht werden müssten.

Der Mehrbedarf erklärt sich aus zwei Tatsachen: Die Festspielsubvention blieb seit 1998 gleich. "Die erhöhten Personalkosten wurden nie abgegolten. Die Bundestheater haben kürzlich 4,5 Millionen mehr bekommen. Unter diesen Umständen ist es nur recht und billig, wenn man auch uns wenigstens die erhöhten Personalkosten abgilt", sagt Rabl-Stadler und verweist auf Rekorde an Einnahmen und Sponsorleistungen.

Überdies hat der bewusst offensiv investierende Intendant
Alexander Pereira im Gegensatz zu seinen Vorgängern in seinem Antrittsjahr 2012 keinen Überschuss (bisher: etwa 1,9 Millionen jährlich) angehäuft.

Das Kuratorium, in dem u. a. die von der Finanzkrise geschwächten und in hartem Wahlkampf befindlichen Regionalpolitiker Burgstaller und Haslauer zur Einstimmigkeit verpflichtet sind, blockierte Pereiras Pläne schon bisher. Der Intendant, aktuell für die Mailänder Scala ab 2015 im Gespräch, erklärte kürzlich via NEWS: "Ich lege am 6. März mein Konzept vor. Wenn man es mitträgt, gibt es keinen Anlass, zu gehen. Wenn nicht - wenn z. B. ein Kurator das Einstimmigkeitsprinzip benutzt, um mir eins auszuwischen -, sieht die Sache ganz anders aus."

Entspannt hat sich hingegen die Situation zwischen Pereira und
Franz Welser-Möst. Zwei Monate nach dem Konflikt, der zum Abgang des Dirigenten führte, hat ihm Pereira eine "Fidelio"-Premiere für 2016 angeboten.

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