• 12.02.2013, 12:02:08
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Hakel zu Mitterlehner/Leitl: Dem Lob müssen Taten folgen

Kreativwirtschaftsbericht bestätigt die gute Performance der Branche

Utl.: Kreativwirtschaftsbericht bestätigt die gute Performance der
Branche =

Wien (OTS/SK) - Wenig überrascht zeigt sich Elisabeth Hakel,
SPÖ-Sprecherin für Creative Industries, über die Ergebnisse des
gestern präsentierten fünften Kreativwirtschaftsberichts. Die
eindrucksvollen Zahlen spiegeln für Hakel die kontinuierliche und
professionelle Arbeit der kreativen Unternehmerinnen und Unternehmer
in Österreich wider und belegen, dass die Kreativwirtschaft ein
Wachstumsmotor ist. "Die Creative Industries sind aber nicht nur eine
Branche der Zukunft sondern auch eine der Gegenwart. Deshalb brauchen
sie auch jetzt konkrete Förderungen und wollen nicht mehr auf morgen
vertröstet werden", betont Hakel. ****

Die Kreativwirtschaft hat sich dem Bericht zufolge als
krisenresistenter als andere Branchen erwiesen. Im Wirtschaftsjahr
2010/11 haben 71 Prozent aller der Kreativwirtschaft zugeordneten
Firmen positiv bilanziert, während der Vergleichswert der
Gesamtwirtschaft im gleichen Zeitraum bei nur 63 Prozent liegt. Neben
einer höheren Rendite als die Gesamtwirtschaft zeigt auch das
Wachstum von kreativen Unternehmen, besonders in den Bundesländern,
eine sehr erfreuliche Entwicklung. "Die nun auch in Zahlen gegossene
Leistung des Kreativbereiches muss für die Wirtschaftskammer und die
ÖVP Grund genug dafür sein, die Creative Industries nicht mehr als
Stiefkind der Unternehmenswelt zu behandeln." Hakel spricht damit
etwa die Schlechterstellung von Selbstständigen in der
Sozialversicherung an, die besonders für Ein-Personen-Unternehmen
(EPUs) spürbar ist. Etwa zwei Drittel der Unternehmen der
Kreativwirtschaft sind EPUs. "Die aktuelle Regelung, in der
Selbstständige erst nach sechs Wochen Krankenstand auch Krankengeld
beziehen dürfen, kann den wirtschaftlichen Tod aufgrund eines
Krankheitsfalles bedeuten", warnt Hakel. Die SPÖ will die
Krankheitsfalle für Unternehmerinnen und Unternehmer ehestmöglich
beseitigen. "Wir fordern Krankengeld für Selbstständige ab dem
vierten Tag im Krankenstand!"

Dass fast die Hälfte aller der Kreativwirtschaft zugeordneten
Unternehmen in Wien ihren Sitz haben, zeigt für Hakel auch klar auf,
dass die Rahmenbedingungen in den Bundesländern noch alles andere als
ideal sind. Die Bedeutung von öffentlicher Unterstützung und
Förderungen für die Etablierung von Creative Industries im ländlichen
Raum wird auch im Bericht explizit erwähnt. "Die Politik muss Anreize
für potentielle kreative Unternehmerinnen und Unternehmer setzen und
etwa günstige und geeignete Räumlichkeiten zur Verfügung stellen",
erklärt Hakel weiter. "Die Etablierung der Kreativwirtschaft in der
Region ist ein Garant gegen Abwanderung und für die Aufwertung von
strukturschwachen Gebieten."

Hakel schließt sich dem positiven Resümee von
Bundeswirtschaftsminister Mitterlehner und WKO-Präsident Leitl an,
und betont die wachsende Bedeutung der Kreativwirtschaft für den
Standort Österreich. Dem Lob müssen aber auch Taten folgen. "Die
Bedeutung der Leistungen der Creative Industries muss auch von der
Politik entsprechend gewürdigt werden", sagt Hakel. Der jetzt
präsentierte Bericht sollte vor allem ein Signal für Reformen sein,
um den Alltag und die Unternehmertätigkeit von Unternehmerinnen und
Unternehmern der Creative Industries auch zu erleichtern. (Schluss)
up/sas/mp

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