• 07.02.2013, 19:17:48
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Unternehmensstimmung verbessert

Wien (OTS/WIFO) - Frühindikatoren deuten auf eine Verlangsamung des
Konjunkturabschwunges in Österreich und der EU insgesamt hin. Die
Verunsicherung von Unternehmen und privaten Haushalten lässt
allmählich nach. In Österreich war die Konjunktur Ende 2012 weiterhin
verhalten. Während sich Industrie und Handel schwach entwickelten,
verzeichnete der Tourismus Umsatzzuwächse.***

Der Welthandel und die weltweite Industrieproduktion beginnen sich
langsam zu stabilisieren, insbesondere weil die Konjunktur in den
asiatischen Schwellenländern an Dynamik gewinnt. Nach einer
Schwächephase expandierte die chinesische Wirtschaft Ende 2012 wieder
robust. In den Industrieländern hingegen verlief die Entwicklung
zuletzt weiterhin verhalten. Die japanische Wirtschaft befindet sich
in einer Rezession, in den USA stagnierte das BIP im IV. Quartal
gegenüber der Vorperiode (teils aufgrund von Sondereffekten).

In der EU verlangsamte sich zuletzt der Rückgang der
Industrieproduktion. Ergebnisse des Konjunkturtests der Europäischen
Kommission deuten Anfang 2013 auf eine Aufwärtstendenz der Konjunktur
hin. Diese erstreckt sich über fast alle Teilbereiche
(Dienstleistungen, Bauwirtschaft, Handel und privater Konsum). Vor
allem in Deutschland verbesserte sich die Unternehmensstimmung im
Jänner fühlbar. Im IV. Quartal verlief die Konjunktur noch verhalten,
wie die jüngsten Daten aus Industrie, Außen- und Einzelhandel zeigen.

Auch in Österreich geben die aktuellen Ergebnisse des
WIFO-Konjunkturtests eine deutliche Verbesserung der
unternehmerischen Erwartungen wieder, wenngleich der Saldo der
negativen Meldungen noch überwiegt. Ein ähnlich positives Bild des
weiteren Konjunkturverlaufes zeichnet der aktuelle
WIFO-Frühindikator.

Ende 2012 war die Konjunktur in der Sachgütererzeugung noch
verhalten, im November sank der Produktionsindex im
Vormonatsvergleich erneut. Vor dem Hintergrund der Konjunkturschwäche
in Deutschland und den anderen EU-Ländern flauten auch die Exporte im
Oktober (saisonbereinigt) wieder ab.

Während der Tourismus in den ersten zwei Monaten der Wintersaison
deutliche Umsatzzuwächse auswies, verzeichnete der Einzelhandel
Einbußen. Gemäß den jüngsten Umfrageergebnissen wird jedoch die
künftige Situation sowohl von Konsumentinnen und Konsumenten als auch
von den Einzelhandelsbetrieben besser eingeschätzt.

Die Inflationsrate lag im Dezember den dritten Monat in Folge bei
2,8%. Während der Preisauftrieb maßgeblich durch die Verteuerung in
den Bereichen Wohnung, Wasser und Energie sowie Nahrungsmittel
bestimmt wurde, machte der Preisanstieg von Mineralölprodukten
zuletzt einen immer geringeren Anteil aus.

Im Jänner verlangsamte sich der Anstieg der Beschäftigung im
Vorjahresvergleich (unselbständig aktiv Beschäftigte +0,7%).
Gleichzeitig nahm die Zahl der Arbeitslosen weiter zu: Im Jänner
waren 338.421 Personen arbeitslos gemeldet, um 20.394 mehr als im
Jänner des Vorjahres. Die saisonbereinigte Arbeitslosenquote
verharrte bei 7,2%.

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