• 30.01.2013, 15:19:15
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Visual Computing Trends in Wien

Wiener COMET-Zentrum VRVis veranstaltet Computergraphik-Symposium mit Weltstars der Forschung

Von l. n. r.: DI Georg Stonawski, Geschäftsführer
VRVis, Wien; Prof. Dr. Holly Rushmeier, Yale University, USA; Prof.
Dr. Ben Shneiderman, University of Maryland, USA; Prof. Dr. Joaquim
Jorge, Technical Univ. of Lisbon, Portugal; Prof. Dr. Markus Gross,
ETH Zürich and Disney Research, CH; Prof. Dr. Werner Purgathofer, TU
Wien/wissenschaftlicher Leiter des VRVis, Wien.

Utl.: Wiener COMET-Zentrum VRVis veranstaltet
Computergraphik-Symposium mit Weltstars der Forschung =

Wien (OTS) - Bereits zum dritten Mal trägt das Wiener COMET-Zentrum
VRVis das international beachtete Symposium "Visual Computing Trends"
aus. Erwartet werden 340 Besucher aus 16 verschiedenen Ländern.
Experten eröffnen darin einen Einblick in die Herausforderungen der
Computergrafik und -animation von morgen und stellen laufende
Forschungsprojekte vor. Prof. Dr. Werner Purgathofer, Professor für
Informatik an der TU Wien und wissenschaftlicher Leiter des VRVis,
freut sich, dass wieder Spitzenforscher der Computergrafik der
Einladung der Wiener Wissenschaftler gefolgt sind: "Wir sind stolz,
dass wir auch heuer wieder Branchengrößen für diese Leistungsschau
gewinnen konnten. Wir sehen die enormen wissenschaftlichen und
wirtschaftlichen Potenziale der Computergrafik und -Animation bei
unseren Kunden und bei unseren Forschungspartnern aus aller Welt".

Pionier der Computergrafik zu Gast in Wien

Prof. Ben Shneiderman ist seit 1989 Professor an der University of
Maryland und gilt international als einer der Pioniere der
Mensch-Maschine-Kommunikation. Auf sein Wirken geht unter anderem die
Gründung des renommierten Human-Computer Interaction Lab im Jahr 1983
zurück. Shneidermans Arbeit war unter anderem Triebfeder für
Unternehmen in der Visual Analysis wie "Spotfire", oder "The Hive
Group". Anlässlich der Visual Computing Trends hält er fest: "Der
wahre Nutzen der Computergrafik und Animation wird sich erst in den
nächsten Jahren zeigen. Wir sind derzeit in fast allen
Wissensgebieten mit dem Phänomen Big Data konfrontiert. Es fällt dem
Menschen immer schwerer, sich in den riesigen Datenmengen der
digitalisierten Welt zurechtzufinden, vor allem, wenn wir
multirelationale Daten vorfinden, also keine einfachen Beziehungen
der Daten zueinander."

Künftig werde durch die Kombination von statistischen Tools und
Visualisierungstechniken die Exploration von multivariaten Daten,
Zeitreihen, Event-Sequenzen oder Netzwerkdaten aus unterschiedlichen
Perspektiven möglich. Auf diese Weise stehen neue Mittel zur
Verfügung, um aus Big Data sinnvolle Schlüsse zu ziehen.

Computeranimation: Triebfeder der Gaming- und Filmindustrie
auf Oscar-Niveau

Ebenfalls unter den eingeladenen Vortragenden des Kongresses ist
Prof. Dr. Markus Gross von der ETH Zürich, der neben seiner Professur
auch das bekannte Disney Research Lab in Zürich leitet. Alleine ein
Blick auf die weltweit erfolgreichsten Filmproduktionen belegt,
welchen wirtschaftlichen Stellenwert die Computeranimation auf diesem
Gebiet hat. Unter den zehn weltweit umsatzstärksten Filmen befindet
sich kein Film ohne intensive Nutzung von Techniken der
Computeranimation. "Toy Story 3", der aktuell erfolgreichste voll
animierte Film weltweit, spielte ein Ergebnis von 1.063 Millionen
US-Dollar ein (2009/Gesamtranking Platz 9).

Am 9. Februar 2013 wird die Academy of Motion Picture Arts and
Sciences einen Technical Achievment Award an ein Forscherteam um
Gross verleihen. Die Jury würdigt deren Forschungsergebnisse bei der
naturnahen Darstellung von Effekten wie Rauch und Explosionen.
Gross zur aktuellen Forschung in der Computeranimation: "Das Feld der
Computeranimationen wird auch künftig Technologien hervorbringen, die
virtuelle Charaktere zum Leben zu erwecken und besonders
realitätsnahe Filme zu produzieren. Von wissenschaftlicher Seite gibt
es allerdings einige Probleme, die noch immer weitgehend ungelöst
bleiben." So sei optimiertes In-betweening bei der 2D Animation
(optimierter Bildübergang) oder die Suche nach ausdrucksstärkeren
Bildern in 3D-Animationen - etwa für besonders lebensnahe Animation
bei Gesichtern - noch immer große Herausforderungen. Als aktuelle
Beispiele bei Disney Research nennt

Gross etwa hochaufgelöstes Scannen von menschlichen Gesichtern für
Spezialeffekte oder physikalische Simulationen, die von
Animationskünstlern kontrolliert und manipuliert werden können.
Zentrale Herausforderung dabei ist ein nahtloser Übergang von
Realität und Virtualität.

VRVis - heimische Innovationsschmiede mit internationaler
Strahlkraft

Auch das heimische VRVis arbeitet international an vielbeachteter
Front. Prof. Dr. Werner Purgathofer hebt die Bedeutung des
heimischen Zentrums hervor: "Ziel des VRVis als erfolgreiches
COMET-Zentrum ist es, an der Nahtstelle zwischen Wirtschaft und
Forschung Leistungen zu vollbringen, die nicht nur wissenschaftlichen
Nutzen, sondern auch handfeste Ergebnisse für unsere Kunden bringen.
Unsere Entwicklungen haben ein vielfältiges Einsatzgebiet: Von
industrieller Forschung in der Motorentechnik, über Infrastruktur,
bis hin zu Energie- und Sicherheitsthemen. Die Visual Computing
Trends zeigen auch heuer, dass ein in Österreich ansässiges
Forschungszentrum wie das VRVis im internationalen Spitzenfeld
mitmischen kann."

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