- 30.01.2013, 11:10:57
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Albert Maringer seit Jahresbeginn neuer OÖGKK-Obmann
Wien (OTS) - Albert Maringer steht seit Jahresbeginn als neuer Obmann
an der Spitze der OÖ Gebietskrankenkasse. Der 38-Jährige will den
erfolgreichen Kurs der OÖGKK fortsetzen und auch in Zukunft auf
Prävention, neue Angebote für Versicherte, Kooperationen mit der
Wissenschaft und ausgeglichene Finanzen setzen.
Am 1. Jänner löste Albert Maringer als Obmann der OÖGKK Felix
Hinterwirth ab, der in den Ruhestand getreten ist. "Ich habe größten
Respekt vor den Leistungen meiner Vorgänger Franz Ruhaltinger, Helmut
Oberchristl, Alois Stöger und Felix Hinterwirth", betont Albert
Maringer. "Die OÖGKK kann seit Jahren ausgeglichene Bilanzen und
zufriedene Kunden vorweisen. Der Erfolg lässt sich aber nicht nur an
der Person des Obmanns festmachen, sondern basiert auch auf der sehr
guten Zusammenarbeit mit dem Management des Hauses und dem Engagement
der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter."
Egal ob es sich um Schwangerschaft, Krankheit oder Rehabilitation
handelt: Mit ihren Angeboten wie Netzwerk-Hilfe, "von Anfang an" oder
Kuren für Hörbeeinträchtigte und pflegende Angehörige steht die OÖGKK
ihren Versicherten in allen Lebenslagen zur Seite. "Mit unseren
Angeboten und unseren Kundenservicestellen in ganz Oberösterreich
sind wir nahe an unseren Versicherten", erklärt der neue Obmann. "In
der Gesundheitslandschaft gibt es eine Flut von Informationen und
Angeboten. Vor allem im Internet finden sich ständig neue Methoden.
Das verunsichert. Die Menschen bleiben sich selbst überlassen.
Deshalb wollen wir unseren Versicherten verstärkt Beratung und
gesicherte Informationen rund um ihre Gesundheit bieten."
Gesundheit, zufriedene Kunden, solide Finanzen
Über die Zukunft der OÖGKK sagt der Obmann: "Wir wollen den
eingeschlagenen, sehr erfolgreichen Weg weiter fortsetzen. Dabei
orientieren wir uns an drei gleich wichtigen Zielen: Erstens an der
Gesundheit unserer Versicherten, das bedeutet konkret an wirksamer
Behandlung im Krankheitsfall und Gesundheitsförderung. Zweitens geht
es uns um die Zufriedenheit unserer Versicherten mit unseren
Leistungen und der Versorgung. Drittens: Solide Finanzen geben
unseren Versicherten die Sicherheit, dass sie sich im Krankheitsfall
voll auf unseren Schutz verlassen können."
Dabei muss das Leistungsangebot der sozialen Krankenversicherung
und die Gesundheitsversorgung ständig weiterentwickelt werden, ist
der neue Obmann überzeugt: "Das medizinische Wissen verdoppelt sich
alle fünf Jahre. Aber auch die Bedürfnisse und Erwartungen unserer
Versicherten verändern sich, beispielsweise durch neue
Herausforderungen in der Arbeitswelt oder durch die steigende
Lebenserwartung. Nur wenn wir als OÖGKK mit diesen Entwicklungen
Schritt halten, können wir den Menschen auch in Zukunft die
Leistungen anbieten, die sie brauchen." OÖGKK-Direktorin Andrea
Wesenauer ergänzt: "Innovation und Kooperation sind für uns die
beiden Schlüssel zum Erfolg. Dafür brauchen wir das Vertrauen und den
Mut, neue Wege zu gehen, aber auch stabile Partnerschaften mit den
anderen Akteuren im Gesundheitswesen. Beides ist mit Albert Maringer
als Obmann gewährleistet."
Thematische Schwerpunkte will Obmann Maringer insbesondere in der
psychischen Gesundheit, bei Kindern und bei den Älteren setzen. "Hier
haben wir schon eine Reihe von Programmen und Angeboten entwickelt,
von der Prävention über die Behandlung bis zur Reha. Gerade bei der
psychischen und bei der Seniorengesundheit brauchen wir aber noch
neue Angebote, um die Effekte zu erzielen, die wir uns vorstellen",
betont der neue Obmann.
Über sein Grundverständnis einer guten Gesundheitsversorgung sagt
Maringer: "Teuer ist eine Gesundheitsversorgung dann, wenn sie
sorglos mit den wertvollen Gesundheitsleistungen umgeht. Unser Ziel
ist es, unnötige Behandlungen durch wirksame Gesundheitsförderung,
aber auch durch verantwortungsvolle Steuerung zu vermeiden. Dann
können wir problemlos auch die teuersten und wirkungsvollsten
medizinischen Leistungen für diejenigen bereitstellen, die sie
aufgrund schwerer Krankheit oder eines Unfalls brauchen. Wir sind
heute sehr stolz, dass wir für unsere Versicherten eine der
weltbesten Gesundheitsversorgungen zur Verfügung stellen können -
ohne rechtliche Klauseln, und ohne betragliche Limits."
Nicht zuletzt deshalb nimmt die OÖGKK auf dem Gebiet der
Gesundheitsförderung seit Jahren eine führende Rolle ein. Albert
Maringer: "Wir werden unsere zahlreichen Angebote - wie betriebliche
Gesundheitsförderung, Abnehm- und Raucherentwöhnungsprogramme oder
Ernährungsworkshops für werdende Mütter und frischgebackene Eltern -
fortsetzen und ausbauen."
"Health in all policies" - OÖGKK als Botschafterin für
Gesundheit
Viele Einflussfaktoren auf die Gesundheit der Bevölkerung befinden
sich außerhalb des Gesundheitssystems. Albert Maringer:
"Medizinische Versorgung ist wichtig für die Gesundheit der Menschen.
Doch es sind mehrere Faktoren, die die Gesundheit stark beeinflussen.
Dazu zählen etwa das Wohn- und Arbeitsumfeld, das Ernährungs- und
Lebensmittelangebot oder auch Umweltbelastungen. Diese Faktoren
werden aber oft nicht als gesundheitsrelevant wahrgenommen." Deshalb
versteht sich die OÖGKK als Botschafterin für wirksame
Gesundheitsförderung in allen Lebensbereichen. "Gesundheit ist eben
mehr als Tabletten und Operationen. Darum schauen wir uns auf
wissenschaftlicher Basis an, wo und wie die Menschen leben und wo und
wie wir im täglichen Leben wirksam die Gesundheit stärken können. Wir
wollen die Verantwortlichen, etwa für Wohnbau, Verkehr oder Bildung,
gewinnen, um mit uns gemeinsam die Gesundheit der Menschen in
Oberösterreich zu verbessern", erklärt der neue Obmann.
OÖGKK-eigene Medizinangebote weiterentwickeln
Die OÖGKK ist - etwa mit ihren Zahn- und Fachambulatorien oder dem
Dentalzentrum für Kinder und Jugendliche (KIDZ) - auch selbst ein
großer Anbieter für Gesundheitsleistungen. "Wir werden weiterhin
eigene Programme entwickeln - und zwar ganz besonders dort wo die
Menschen heute keine oder kaum leistbare Lösungen für ihre
Gesundheitsprobleme vorfinden", so Maringer.
Gesundheitsreform bringt neue, zusätzliche Partnerschaften
Zur Gesundheitsreform sagt Albert Maringer: "Die Politik hat sich
mit Jahresende geeinigt, jetzt beginnt die Umsetzung, damit das Ganze
mit Leben erfüllt wird. Ich freue mich darauf, mit Partnern wie Land,
Bund und Ärzten die Reform bestmöglich für unsere Versicherten
umzusetzen. Ziel ist es, Reibungsverluste zu verhindern, damit die
Menschen richtig betreut und sie schneller gesund werden.
Gleichzeitig werden die Kosten auf der Ausgabenseite gedämpft und das
österreichische Gesundheitssystem aufrechterhalten und
weiterentwickelt. Die Gesundheitsreform bietet die einmalige Chance,
das komplizierte System der Gesundheitsversorgung nicht nur
transparenter, sondern auch effizienter zu machen - zum Wohl der
Patientinnen und Patienten."
Schon bisher hat die OÖGKK eng mit der Wissenschaft
zusammengearbeitet. "Kooperationen haben die Arbeit meines Vorgängers
Felix Hinterwirth geprägt. Er hat mit vielen Systempartnern neue
Modelle der Zusammenarbeit aufgebaut. Diesen Weg werden wir
weitergehen und vertiefen. In Zukunft möchten wir unsere Kooperation
in Oberösterreich und innerhalb der Sozialversicherung ausbauen", so
Maringer. "Beispielsweise haben wir in der Wiener Gebietskrankenkasse
einen starken Partner. Wir arbeiten nicht nur gut zusammen, sondern
können auch viel voneinander lernen."
Auch mit der Ärztekammer verbindet die OÖGKK eine jahrelange
Partnerschaft. Dazu Maringer: "In Oberösterreich gibt es ein
gegenseitiges Verständnis, was möglich ist und was nicht. Wir planen
etwa gemeinsam die Organisation des niedergelassenen Bereichs." Auch
mit dem Land ist die Zusammenarbeit sehr gut, etwa was die
Koordination zwischen Spitälern und niedergelassenen Ärzten betrifft.
"Wir wollen für die Versicherten bestmöglich zwischen den Systemen
kooperieren, ohne die einzelnen Systeme aufzulösen. Auf diese
Herausforderung freuen wir uns", unterstreicht Maringer.
So wie seine Vorgänger will auch der neue Obmann eng mit dem
Management der OÖGKK zusammenarbeiten: "Niemand weiß besser um die
Bedürfnisse und Erwartungen der Versicherten Bescheid als diese
selbst. Dieses Wissen bringen wir als Versichertenvertreter in die
OÖGKK ein. Dasselbe gilt für die Vertreter der Dienstgeber, die ja
beispielsweise über die Beitragsabrechnung oder die Gesundheit ihrer
Mitarbeiter ebenfalls betroffen sind. Durch unsere gute und enge
Zusammenarbeit mit dem professionellen OÖGKK-Management entsteht
daraus ein modernes, bedarfsgerechtes Leistungsangebot, das auch
nachhaltig finanziell abgesichert ist."
"Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Albert Maringer und
werden auch in Zukunft alles dafür tun, um unseren Versicherten mit
den zur Verfügung stehenden Mitteln eine moderne und zielgerichtete
Versorgung zu bieten", ergänzt Direktorin Andrea Wesenauer.
Zur Person Albert Maringer
Albert Maringer wurde 1974 in Haslach im Mühlkreis geboren und ist
in Niederwaldkirchen aufgewachsen. Seit 1990 arbeitet er bei der
voestalpine Stahl Linz, wo er eine Lehre zum Stahlbauschlosser
absolviert hat und seither als Waagenbauer beschäftigt ist. Von 1997
bis 2003 war Albert Maringer Bundesvorsitzender der
Gewerkschaftsjugend. 2004 nahm er in der voestalpine Stahl seine
Funktion als Arbeiterbetriebsrat auf. Er ist zudem als
Bezirksvorsitzender der Gewerkschaft PRO-GE aktiv und Mitglied des
Landesvorstands. Darüber hinaus ist er als Kammerrat Mitglied des
Arbeiterkammer-Ausschusses für Gesundheitspolitik. Seit 2008 ist
Maringer Obmann-Stellvertreter in der OÖGKK. Im vergangenen Dezember
wählte ihn der Vorstand der OÖGKK zum neuen Obmann. Maringer
übernimmt damit die Verantwortung für die Gesundheitsversorgung von
knapp 1,2 Millionen Versicherten in Oberösterreich und ein Budget von
rund 1,9 Milliarden Euro. Albert Maringer lebt in Linz. Zu seinen
Hobbies zählen Rad fahren, (mehrtägige) Wanderungen, Wintersport und
kochen. Zudem genießt der neue Obmann das kulturelle Angebot der
Landeshauptstadt.
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