• 24.01.2013, 08:23:27
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Tierschutzprozess-Doku gewinnt österreichischen Filmpreis 2013

Bei der Preisverleihung gestern Nacht im Wiener Rathaus verlieh die Akademie des Österreichischen Films dem Streifen "Der Prozess" den Titel "bester Dokumentarfilm"

Utl.: Bei der Preisverleihung gestern Nacht im Wiener Rathaus
verlieh die Akademie des Österreichischen Films dem Streifen
"Der Prozess" den Titel "bester Dokumentarfilm" =

Wien (OTS) - Über 3 Jahre musste die Filmcrew an der Dokumentation
über den Tierschutzprozess drehen, zog sich die Zeit von der U-Haft
über die Prozessvorbereitung und die 14 monatige Verhandlung bis zum
Freispruch doch so lange hin. 100e Stunden Filmmaterial entstanden
dabei, obwohl, so der Regisseur Igor Hauzenberger bei seiner
Dankesrede im Wiener Rathaus gestern Nacht, der Entstehung des Films
zahlreiche Knüppel in den Weg gelegt worden waren. Mehrmals habe die
Polizei mit der Verhaftung und der Beschlagnahme des Filmmaterials
gedroht, JägerInnen seien mit Gewalt gegen das Filmteam vorgegangen
und der Präsident des Landesgerichts Wr. Neustadt habe zeitweise das
Filmen im Gerichtsgebäude untersagt, weil die Kameras als eine
Gefährdung der öffentlichen Sicherheit eingestuft worden seien.

Trotz aller Widrigkeiten wurde der Dokumentarfilm "Der Prozess"
über die politische Verfolgung des Tierschutzes und insbesondere des
VGT in Österreich zum großen Erfolg. Nach bereits 3 Filmpreisen, u.a.
bei der Viennale und in der Schweiz, wurde dem Regisseur gestern nun
auch von der Akademie des Österreichischen Films der Titel "bester
Dokumentarfilm" verliehen. 1000 anwesende Gäste, darunter
Bundespräsident Dr. Heinz Fischer, Landeshauptmann von NÖ Dr. Erwin
Pröll, Kulturministerin Dr. Claudia Schmidt und ORF-Fernsehdirektorin
Mag. Kathrin Zechner, spendeten dem Film und dem Regisseur nach
seiner kritischen Dankesrede lautstark Beifall.

Fotos: http://www.vgt.at/presse/news/2013/news20130124ms.php

VGT-Obmann DDr. Martin Balluch war ebenfalls vor Ort: "Ich bin
sehr erfreut, dass dieser hervorragende Film derart ausgezeichnet
wird. Er hat es sich verdient. Dieses Werk beweist, was für eine
große Wirkung Kunst in der Gesellschaft entfalten kann, hat der Film
doch nicht wenig dazu beigetragen, den Sturm der Entrüstung in der
Bevölkerung über die dunklen Machenschaften von Staatsanwaltschaft
und SOKO in der Tierschutzcausa zu entfachen. Erst gestern hat mir
der Leiter der Sektion Strafrecht im Justizministerium, Dr. Christian
Pilnacek, mitgeteilt, dass trotz einiger Widerstände - offenbar aus
der ÖVP - der ominöse Mafiaparagraph § 278a noch vor den Neuwahlen
entschärft werden soll."

"Doch wir dürfen nicht vergessen", so DDr. Balluch weiter, "dass 5
der ehemals 13 Angeklagten noch heuer aufgrund der Berufung der
Staatsanwaltschaft wieder vor Gericht stehen könnten. Dabei geht es
nicht wirklich um Einzeldelikte, sondern um die Frage, ob die
Androhung einer legalen Kampagne gegen eine pelzverkaufende Firma als
Nötigung zu sehen ist, weil auch legale Kampagnen unter Umständen
Umsatzeinbußen mit sich bringen können. Dieser Skandal wird momentan
von der Öffentlichkeit noch zu wenig wahrgenommen. Die Entscheidung,
ob dieser Teil des Tierschutzprozesses wiederholt werden muss, liegt
beim Oberlandesgericht Wien und wird für März erwartet."

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | VGT

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