• 21.01.2013, 12:45:51
  • /
  • OTS0113 OTW0113

PRO-GE /GPA-djp zu Mitterlehner: Kürzere Arbeitszeiten für mehr Jobs

Gewerkschaften: Statt Flexibilisierung zu Lasten der Beschäftigten Überstunden für Arbeitgeber teurer machen

Utl.: Gewerkschaften: Statt Flexibilisierung zu Lasten der
Beschäftigten Überstunden für Arbeitgeber teurer machen =

Wien (OTS/ÖGB) - Dem erneuten Vorstoß von Wirtschaftsminister
Mitterlehner im Interview mit den Salzburger Nachrichten nach
längeren Durchrechnungszeiträumen und Tageshöchstarbeitszeiten
erteilen die Gewerkschaften PRO-GE und GPA-djp eine klare Absage:
"Diese Vorschläge sind weder familienfreundlich noch bedeuten sie
eine sinnvolle Flexibilisierung. Fakt ist, dass Österreich bei langen
Arbeitszeiten im absoluten Spitzenfeld in Europa liegt", sagen
Rainer Wimmer (Bundesvorsitzender der PRO-GE) und Karl Proyer (Stv.
Bundesgeschäftsführer der GPA-djp). ++++

Um die Beschäftigung in Österreich zu erhöhen, müssten die
regelmäßig geleisteten Überstunden reduziert werden. Allerdings gehe
dies nur, wenn Überstunden für Arbeitgeber teurer gemacht werden.
"Überstunden werden vom Arbeitgeber angeordnet. Wenn man also
Überstunden weniger attraktiv machen möchte, dann müssen sie vor
allem für den Arbeitgeber teurer werden", betonen Wimmer und Proyer.

"Anstatt weitere Flexibilisierungen anzustreben, die in Wahrheit
Lohnkürzungen und längere, krankmachende Arbeitszeiten für die
Beschäftigten bedeuten, ist es Zeit für ein Umdenken in Richtung
kürzere Arbeitszeiten. Der Minister verwechselt Wirtschaftspolitik
mit einem Wunschkonzert für die Arbeitgeber. Denn geht es nach
einigen Vertretern der Industrie, hätten wir immer noch eine
Normalarbeitszeit von über 45 Stunden", sagen Wimmer und Proyer.

Bei den Flexibilisierungswünschen der Arbeitgeber gehe es nicht um
das Abdecken von Arbeitsspitzen, sondern um die Kosten regelmäßiger
Überstundenleistungen der Beschäftigten. Darum sollen diese unter dem
Vorwand Flexibilisierung für die Wirtschaft billiger gemacht werden.
Für die ArbeitnehmerInnen bedeutet dies, länger Arbeiten für weniger
Geld. "Dies ist weder unter wirtschaftlichen noch unter
gesundheitlichen Aspekten sinnvoll: Lange Arbeitszeiten machen krank
und verhindern, dass mehr Leute in Beschäftigung kommen", erklären
Wimmer und Proyer.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NGB

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel