• 14.01.2013, 11:30:45
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Mitterlehner und Berlakovich starten neue Förderoffensive für die thermische Sanierung: Heizkosten sparen und Klima schützen

123 Millionen Euro forcieren Energiesparen, Klimaschutz, Wachstum und Arbeitsplätze - Neuer Konjunkturbonus und unbürokratischere Förderkriterien

Mitterlehner und Berlakovich starten neue Förderoffensive für die
thermische Sanierung: Heizkosten sparen und Klima schützen

Utl.: 123 Millionen Euro forcieren Energiesparen, Klimaschutz,
Wachstum und Arbeitsplätze - Neuer Konjunkturbonus und
unbürokratischere Förderkriterien =

Wien (OTS/BMWFJ/BMLFUW) - Wirtschafts- und Energieminister Reinhold
Mitterlehner und Umweltminister Nikolaus Berlakovich präsentierten am
Montag die neue Förderoffensive für die thermische Sanierung mit
einem Gesamtvolumen von 123 Millionen Euro. Davon stehen für den
privaten Wohnbau 70 Millionen Euro und für Betriebe 30 Millionen Euro
zur Verfügung. Zusätzlich können aufgrund eines Guthabens aus dem
Vorjahr weitere 23 Millionen Euro zur Konjunkturbelebung eingesetzt
werden. "Jeder investierte Förder-Euro hilft beim Energiesparen,
reduziert den CO2-Ausstoß und schafft in ganz Österreich durch
zusätzliche Aufträge ein höheres Wirtschaftswachstum und mehr
Arbeitsplätze. Für umfassende Sanierungen sind heuer erstmals
Zuschüsse von bis zu 9.300 Euro an Private möglich", sagten
Mitterlehner und Berlakovich in einer gemeinsamen Pressekonferenz.
"Zusätzlich zu den Konjunktureffekten unterstützt die Förderaktion
die weitere Umsetzung der Energiestrategie Österreich und hilft uns
beim Erreichen der EU-Energie- und Klimaziele bis 2020."

"Heuer ist unsere Förderaktion attraktiver denn je. Wir haben die
Sanierungskriterien unbürokratischer gestaltet und setzen mit dem
neuen Konjunkturbonus einen starken Anreiz für raschere
Investitionen. Damit wollen wir gerade im auftragsschwächeren
Frühjahr zusätzliche Baumaßnahmen auslösen, die Wachstum und
Arbeitsplätze sichern", betont Mitterlehner. Bei einer Einreichung
bis 30. Juni 2013 und Fertigstellung der Maßnahmen bis 31. März 2014
gibt es ergänzend zu den normalen Zuschüssen einen Bonus in Höhe von
2.000 Euro bei einer umfassenden Sanierung und von 1.000 Euro bei
einer Teilsanierung oder einer Einzelbaumaßnahme wie dem
Fenstertausch. "Die thermische Sanierung schafft eine
Win-Win-Win-Situation für Wirtschaft, Umwelt und Sanierer. Energie
sparen, heißt auch Geld und CO2 sparen", so Mitterlehner, der davon
ausgeht, dass heuer alle Fördermittel ausgeschöpft werden und so die
Sanierungsrate schrittweise gesteigert werden kann. "Trotz der
allgemein notwendigen Budgetkonsolidierung ist die Finanzierung der
thermischen Sanierung bis 2016 gesichert", betonte Mitterlehner.

"Die Förderoffensive löst auch einen beachtlichen Umwelteffekt aus:
mit den 2012 genehmigten Projekten erzielen wir eine Einsparung von
insgesamt 3,3 Millionen Tonnen CO2. Das beweist, dass sich Ökonomie
und Ökologie gewinnbringend vereinen lassen. Jedes sanierte Gebäude
ist ein Gewinn für die Umwelt und die Wirtschaft und bringt eine
klare Entlastung für die Menschen - ein privater Haushalt kann mit
einer umfassenden Sanierung jährlich rund 2.500 Euro Heizkosten
sparen. Wer Energie spart, hat am Ende des Tages mehr Geld im Börsel
und leistet einen wichtigen Beitrag auf dem Weg zur Energieautarkie",
unterstreicht Berlakovich. "Durch die neuen Förderkriterien wird die
Sanierungsoffensive 2013 noch einfacher, noch schneller, noch
treffsicherer."

Umfassende Sanierung mit bis zu 9.300 Euro gefördert

Neue Förderanträge für Private können ab sofort direkt bei den
Bausparkassen und in den Bankfilialen eingereicht werden. Für
umfassende thermische Sanierungen von über 20 Jahre alten Gebäuden
werden Zuschüsse von bis zu 5.000 Euro vergeben, die mit dem
Konjunkturbonus auf 7.000 Euro steigen können. Wer gleichzeitig auf
eine umweltfreundliche Heizanlage wie eine Wärmepumpe, eine
thermische Solaranlage oder zum Beispiel Pellets- und
Hackschnitzel-Heizungen umsteigt, erhält eine zusätzliche Förderung
von 2.000 Euro. Neu ist hier auch die Förderung von Nah- und
Fernwärmeanschlüssen. "Eine weitere Unterstützung für Sanierer ist,
dass der Energieausweis erstmals extra pauschal mit 300 Euro
gefördert wird", so Mitterlehner und Berlakovich. Insgesamt sind so
Unterstützungen von bis zu 9.300 Euro möglich, wobei die Förderhöhen
mit maximal 20 Prozent der Investitionskosten bzw. 30 Prozent beim
Bonus gedeckelt sind. Bei Teilsanierungen sind abhängig von der
Reduktion des Heizwärmebedarfs bis zu 3.000 Euro möglich, die sich
mit Konjunkturbonus und Energieausweisförderung auf 4.300 Euro
erhöhen können. Die U-Werte der einzelnen Bauteile müssen nicht mehr
extra nachgewiesen werden.

Weitere Erleichterungen im mehrgeschossigen Wohnbau

Neu sind zusätzliche Erleichterungen für Sanierer im
mehrgeschossigen Wohnbau. Bisher musste für eine Gesamtsanierung
schon bei der Einreichung ein einstimmiger Eigentümer-Beschluss oder
zumindest ein nicht mehr anfechtbarer Mehrheitsbeschluss vorliegen,
um eine Förderung zu erhalten. Diese Beschlüsse können nun bis zum
Baubeginn nachgereicht werden. Dasselbe gilt bei Mietwohnungen für
die bei einer Gesamtsanierung notwendige Sanierungsvereinbarung mit
allen Mietern. Sollte diese nicht vorliegen, können Mieter unabhängig
davon beim Fenstertausch von einer Förderung profitieren.

In den Förderrichtlinien 2013 wurde zudem erstmals ein neuer Bonus
von 500 Euro für Holzfenster verankert. Ebenfalls 500 Euro gibt es
bei der Verwendung von Öko-Dämmstoffen. Für die Sanierung
denkmalgeschützter Gebäude können zusätzlich zu den normalen
Zuschüssen 2.000 Euro abgeholt werden. Hier braucht es nur bei
umfassenden Sanierungen einen Energieausweis. Bei Teilsanierungen
genügt eine Bestätigung des Bundesdenkmalamtes über die
"Vertretbarkeit" der Maßnahme.

Förderaktion 2012 brachte Investitionen von 650 Millionen Euro
und sicherte 9.800 Arbeitsplätze

Die Vorjahresbilanz mit einem Investitionsvolumen von insgesamt 650
Millionen Euro und 9.800 gesicherten Arbeitsplätzen unterstreicht die
nachhaltigen Effekte der Initiative: "Allein mit den 53,2 Millionen
Euro für den Privaten Wohnbau wurden rund 15.500 Häuser und Wohnungen
saniert und Investitionen von rund 506 Millionen Euro ausgelöst.
Damit hat jeder Fördereuro zehn Euro an Investitionen gebracht. Zwei
Drittel der Haushalte setzen auf eine umfassende Sanierung", betont
Mitterlehner. "Bei den Privaten hat die Forcierung von
Wohnungssanierungen voll gegriffen: der Anteil der Förderungen für
den mehrgeschossigen Wohnbau ist mit 46 Prozent um zwei Drittel
gestiegen. In die Sanierung von Ein- und Zweifamilienhäusern sind
dementsprechend 54 Prozent der Förderungen geflossen", erklärt
Berlakovich. Darüber hinaus können mit den 24 vergebenen Millionen
für Unternehmen rund 600 Betriebsgebäude saniert werden, was
Investitionen von 150 Millionen Euro bringt. Insgesamt wurden die im
Vorjahr vorhandenen Fördermittel für die Aktion zu 77 Prozent
ausgeschöpft. Die Gründe dafür liegen insbesondere im fehlenden
zeitlichen Druck für die Sanierer, weil die Förderaktion auf mehrere
Jahre ausgerichtet ist. Dazu kamen die allgemeine
Investitionszurückhaltung aufgrund der unsicheren
Konjunkturentwicklung, die relativ gute Auslastung der Bauwirtschaft
bis Sommer sowie die restriktivere Kreditvergabe der Banken.

Förderungen für Unternehmen richten sich nach
Sanierungsqualität

Unternehmen können ihre Förderanträge online bei der
KPC-Kommunalkredit Public Consulting (www.publicconsulting.at)
stellen. Die Förderung für Sanierungen von über 20 Jahre alten
Gebäuden beträgt bis zu 35 Prozent der förderfähigen Kosten. Die Höhe
der Auszahlungen orientiert sich an der Sanierungsqualität und dem
sinkenden Heizwärme- und Kühlbedarf. Einen Zuschlag gibt es für die
Kombination von Sanierungsmaßnahmen mit technischen Verbesserungen
zur effizienteren Nutzung von Energie.

Alle Details zur Förderoffensive gibt es ab sofort auf der Webseite
http://www.sanierung2013.at/

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