• 13.01.2013, 13:51:26
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Cap: Darabos Argumente überzeugten - Mikl-Leitners Polemik enttäuschte

Wien (OTS) - Aus der indirekten Konfrontation in Form der zwei
aufeinanderfolgenden Pressestunden von Verteidigungsminister Norbert
Darabos und Innenministerin Mikl-Leitner ging Darabos eindeutig als
Gewinner hervor, stellte SPÖ-Klubobmann Josef Cap heute, Sonntag,
gegenüber dem Pressedienst der SPÖ fest. Während es Darabos gelang
mit profunden und glaubwürdigen Argumenten davon zu überzeugen, dass
die mit der Einführung eines Berufsheeres verbundene
Professionalisierung der österreichischen Verteidigungspolitik der
richtige Weg für Österreich ist, flüchtete sich Mikl-Leitner in
unglaubwürdige Horrorszenarien, die angeblich bei einer Abschaffung
der Wehrpflicht drohen. ****

Darabos konnte überzeugend darlegen, dass die neuen, völlig anders
gearteten sicherheitspolitischen Herausforderungen, denen sich
Österreich im 21. Jahrhundert gegenübersieht, auch neuer Antworten,
eben der Umstellung von der Wehrpflicht auf ein professionelles
Berufsheeres bedürfen. Der Verteidigungsminister konnte anhand
ausländischer Beispiele auch nachweisen, dass sowohl ein Berufsheer
als auch das freiwillige soziale Jahr auf genügend Freiwillige werden
zählen können. "Vor allem aber", so Cap, "zeigte Darabos jenen
notwendigen Mut zur Veränderung, den Mikl-Leitner im Anschluss daran
völlig vermissen ließ."

Interessant an den Ausführungen Mikl-Leitners war allerdings, dass
auch sie konzedieren musste, dass Österreich heute vor völlig neuen
Herausforderungen steht - Stichwort Cyberattacken, etc. - daraus
allerdings den absurden Schluss zog, die Antwort darauf bestünde in
der Aufrechterhaltung überholter Strukturen. Vollends unglaubwürdig
wurde die Innenministerin allerdings in ihrer Polemik gegen das
soziale Jahr, als sie Horrorszenarien von nicht zeitgerechten
Hilfeleistungen an die Wand malte, wenn es den - von der im übrigen
ÖVP jahrzehntelang bekämpften - Zivildienst nicht mehr gibt. "Ich
hoffe, dass viele Österreicherinnen und Österreicher heute diese
beiden Pressestunden gesehen haben. Einmal wurde für ein
zukunftsorientiertes, neues Modell argumentiert, einmal für die
Bewahrung von Überholtem polemisiert. Die Entscheidung am 20. Jänner
sollte danach leicht fallen", schloss Cap. (schluss) mis/js

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