- 09.01.2013, 12:17:26
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Mitterlehner: "Autozulieferland Österreich muss auf Forschung und neue Märkte setzen"
Wirtschaftsminister beim Auftakt der "Vienna Autoshow" - 2013 sind mehr Forschungs- und Investitionsförderungen für Mobilität der Zukunft abrufbar
Utl.: Wirtschaftsminister beim Auftakt der "Vienna Autoshow" - 2013
sind mehr Forschungs- und Investitionsförderungen für
Mobilität der Zukunft abrufbar =
Wien (OTS) - "Der Automotive Sektor ist für den Standort Österreich
von eminenter Bedeutung. Wir haben uns über vier Jahrzehnte zum
Zulieferland Nummer eins entwickelt und diese Position trotz der
weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise gehalten", sagte
Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner am Mittwoch in der
Auftakt-Pressekonferenz zur "Vienna Autoshow 2013". Aktuell sind in
der Branche 700 Unternehmen direkt tätig, die zuletzt jährlich 21,5
Milliarden Euro umgesetzt haben. "Die Exportquote von 90 Prozent
unterstreicht die hohe Wettbewerbsfähigkeit und die große Bedeutung
als Zulieferer für internationale Auftraggeber wie BMW, Audi oder VW.
Insgesamt arbeiten in Österreich 370.000 Menschen im automotiven
Sektor. Jeder neunte Arbeitsplatz hängt direkt oder indirekt vom
Automobil ab", so Mitterlehner.
Im Fahrzeughandel hat sich die Zahl der Neuzulassungen nach dem
absoluten Rekordjahr 2011 mit 356.145 Autos im Jahr 2012 bei 336.010
eingependelt. Das sind immer noch um rund 36.000 mehr als im
Vorkrisenjahr 2007. Zum Vergleich: In den EU-27 gab es im Zeitraum
2007 bis 2011 einen Rückgang von 15,5 Prozent. "Unsere Ökoprämie hat
im besonders harten Krisenjahr 2009 gewirkt, seither liegen die
Zulassungen auf einem sehr hohen Marktniveau", sagte Mitterlehner.
"Die weltweit unsichere Konjunkturentwicklung ist natürlich auch im
Automobilsektor zu spüren. Um neu durchzustarten, braucht es aber
keine zusätzlichen Beihilfen, sondern Umstrukturierungen",
bekräftigte Mitterlehner. "Österreich und Deutschland leben vor, wie
man eine Krise nachhaltig erfolgreich bewältigt: Durch Forschung und
Entwicklung und das Erschließen neuer, stark wachsender Absatzmärkte
wie zum Beispiel China."
Forschung und Entwicklung als Zündschlüssel zum Erfolg
"Der weltweite Trend zu verbrauchsärmeren, effizienteren und
umweltfreundlicheren Autos bringt gerade für Österreich große
Chancen. Daher stellen wir 2013 mehr Forschungs- und
Investitionsförderungen für die Mobilität der Zukunft zur Verfügung",
führte Mitterlehner aus. Rund zwölf Prozent der FFG-Förderungen gehen
in den Automotiven Bereich. Allein heuer wird die Branche
voraussichtlich 70 Millionen Euro bei der FFG abrufen. Zusätzlich
wurde das Volumen zinsgünstiger ERP-Kredite bei der Austria
Wirtschaftsservice (aws) deutlich aufgestockt. "Die Fixzinsen wurden
um ein Drittel auf nur mehr ein Prozent gesenkt", so Mitterlehner.
Darüber hinaus erforscht das im September 2012 auf Initiative des
Wirtschaftsministeriums an der TU Graz eingerichtete
"Christian-Doppler-Labor für Lithium-Batterien" die chemischen
Prozesse in wiederaufladbaren Batterien für Elektroautos.
Unternehmenspartner sind die AVL List GmbH und Infineon Technologies
Austria AG.
"Vienna Autoshow" als Plattform für neue Trends
"Grundvoraussetzung, um neue Technologien auf die Straße zu
bringen, ist die Nachfrage der Konsumenten. Ohne Käufer wäre alles,
was wir tun, nutzlos", so Mitterlehner. "Umso wichtiger sind Messen
wie die 'Vienna Autoshow', die eine wichtige Plattform für neue
Trends ist und spannende Ausblicke auf die Mobilität von morgen
bietet. Die Zukunft der Mobilität beginnt hier", sagte Mitterlehner
abschließend.
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