- 28.12.2012, 09:17:13
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McDonald: Pionierarbeit der SVA trägt Früchte
Länger gesund durch Anreiz für Vorsorge / Mitbestimmung durch erstmalige Urbefragung / Besser abgesichert mit Krankengeld Neu und doppeltem Wochengeld
Utl.: Länger gesund durch Anreiz für Vorsorge / Mitbestimmung durch
erstmalige Urbefragung / Besser abgesichert mit Krankengeld
Neu und doppeltem Wochengeld =
Wien (OTS) - Das Jahr 2012 geht zu Ende und für 700.000 Versicherte,
Angehörige und Pensionisten war es ein gutes Jahr mit vielen
Neuerungen. "Die SVA geht seit Jahren einen engagierten Reformweg -
auch wenn der Gegenwind oft stark ist und sich mancher vom Tempo das
wir vorlegen unter Druck gesetzt fühlt: Unser Maßstab ist
Leistungsverbesserung und die Zufriedenheit unserer Versicherten. Sie
brauchen heutzutage keine Standardlösungen aus dem vergangenen
Jahrhundert, sondern eine maßgeschneiderte soziale Absicherung. Im
vergangenen Jahr sind wir unserem Ziel, von der Krankenkasse zur
dienstleistungsorientierten Gesundheitsversicherung zu werden, einen
großen Schritt näher gekommen", so Peter McDonald, Obmann-Stv. der
SVA (Sozialversicherung der gewerblichen Wirtschaft). "Die SVA ist
mit Leib und Seele Schrittmacher der österreichischen
Sozialversicherung."
In den vergangenen Jahren konnte die Versicherung der
Selbständigen bereits vieles durchsetzen: Unter anderem eine
30-prozentige Senkung der Beiträge für Unternehmer mit kleinen
Einkommen, die Reduktion der Krankenversicherungsbeiträge um 15
Prozent für alle Versicherten, die Abfertigung Neu für Selbständige
oder die Absicherung im Falle von Arbeitslosigkeit für Selbständige.
2012 setzte die SVA diesen Pionier-Weg fort, "durch mehr
Mitbestimmung unserer Versicherten und bessere Leistungen haben wir
neue Meilensteine für die gesamte Sozialversicherung gesetzt", so
McDonald.
Mit "Selbständig Gesund", dem anreizorientierten und freiwilligen
Vorsorgeprogramm machte die SVA einen grundlegenden Schwenk weg von
der reinen Reparaturmedizin. "Wir sind überzeugt, dass eine moderne
Sozialversicherung mehr können muss, als erst dann einzugreifen, wenn
die Menschen schon krank sind. Wir müssen viel früher ansetzen und
unsere Versicherten als Partner einbinden. Deshalb das
Präventionsprogramm, mit dem wir über Österreichs Grenzen hinaus für
Aufsehen gesorgt haben. Wir setzen bewusst auf Eigenverantwortung,
Freiwilligkeit und ein Anreizsystem, bei dem jeder, der seine
individuell gesteckten Gesundheitsziele erreicht auch finanziell
profitiert - in Form eines halbierten Selbstbehaltes."
Schon nach einem halben Jahr war klar, dass das Programm von den
Versicherten so begeistert aufgenommen wird, dass "Selbständig
Gesund" vom Pilotprojekt in den Regelbetrieb übernommen wurde. Und es
bleibt nicht beim bloßen Anreizsystem. "Die SVA und unsere
Vertragsärzte als Vertrauenspersonen begleiten jeden Versicherten,
der bereit ist, sein Leben gesünder zu verbringen mit zahlreichen
Angeboten." Vom Gesundheitshunderter, über Aktivcamps,
Gesundheitswochen, bis hin zu den No-Smoking-Camps oder der
Burnout-Prävention.
Für Österreich einzigartig war auch der Schritt eine Urbefragung
durchzuführen, denn damit "haben wir als erste Sozialversicherung all
unseren Versicherten die Möglichkeit gegeben, direkt mitzubestimmen,
wohin der Weg ihrer Sozialversicherung gehen soll. 22 Prozent der
Versicherten haben mitgemacht und ihre Meinung zu den brennendsten
Themen der SVA deponiert - Serviceangebote, neue soziale Leistungen
und Absicherungen, aber auch brisante Fragen wie jene nach
Selbstbehalten oder der einkommensorientierten Beitragsaufbringung",
betonte McDonald. Das Ergebnis dieser Urbefragung ist für die SVA
Arbeitsauftrag und Prioritätensetzung zugleich. "Mit 120.000 starken
Stimmen im Gepäck konnten wir mit sehr viel Gewicht in die
politischen Verhandlungen gehen und die ersten Erfolge geben diesem
Weg recht - mit dem neuen Krankengeld für Selbständige oder dem
erhöhten Wochengeld wurden langjährige Forderungen der SVA im Jahr
2012 endlich durchgesetzt. Dies auch in bester Zusammenarbeit mit den
verantwortlichen Ministern Mitterlehner, Stöger und Hundstorfer."
Die Urbefragung wirkt
Beim beitragsfreien Krankengeld Neu konnte die SVA bereits einen
großen Erfolg für ihre Versicherten verbuchen: "Gerade
Kleinunternehmen oder Familienbetriebe können bei längerer Krankheit
sehr schnell in eine existenzbedrohende Situation kommen. Wir haben
deshalb lange dafür gekämpft, dass unsere Versicherten ab 1. Jänner
2013 das beitragsfreie Krankengeld Neu in Anspruch nehmen können."
Damit profitieren Selbständige bei schwerer Krankheit oder nach einem
schwerwiegenden Unfall - in Kombination mit der freiwilligen
Zusatzversicherung - nach der 6. Woche von einem Krankengeld zwischen
1.663 Euro und knapp 3.940 Euro im Monat.
Das doppelte Wochengeld stellt eine wichtige Neuerung zur besseren
Vereinbarkeit von Familie und Beruf bzw. Unternehmerschaft dar. Mit
derzeit 130.000 Unternehmerinnen wird bereits jedes dritte
Unternehmen von einer Frau geleitet. Bei Neugründungen beträgt der
Frauenanteil gar 40 Prozent. Grund genug, um das Wochengeld zu
reformieren und damit eine 30 Jahre alte Fixbetragsregelung mit
jährlichen Valorisierungen endlich abzulösen. Künftig wird das
Wochengeld von ursprünglich knapp 27 Euro auf 50 Euro fast
verdoppelt. Für die Zeit des Mutterschutzes kann das Wochengeld 8
Wochen vor dem voraussichtlichen Entbindungstermin, am Tag der
Entbindung sowie 8 Wochen nach der Entbindung bezogen werden.
2013 - Politik muss Zusagen umsetzen
Bereits in der Generalversammlung Mitte Dezember wurde die
Deckelung der Kostenanteile bei 5 Prozent des Einkommens beschlossen.
Die Zusagen für die SVA im Rahmen der Regierungsklausur von Laxenburg
müssen von der Politik zügigst umgesetzt werden: "Wir brauchen die
Umsetzung so bald wie möglich - hier vertrauen wir auf die weitere
Zusammenarbeit mit Gesundheitsminister Stöger, Wirtschaftsminister
Mitterlehner und Sozialminister Hundstorfer. Die Politik muss den
Rahmen vorgeben, in dem wir handeln können."
Ebenfalls auf der Agenda des kommenden Jahres: Künftig werden
Wochengeldbezieher für den Zeitraum der Bezugsdauer vom
Sozialversicherungsbeitrag befreit. Als Entlastung für
Unternehmensgründer wird künftig ein zinsenfreier Aufschub der
Versicherungs-Nachzahlung der ersten drei Jahre ermöglicht. Weiters
ist eine Überbrückungshilfe bei Zahlungsschwierigkeiten geplant, um
Selbständigen bei Bedarf unterstützend unter die Arme zu greifen.
2012 war ein arbeitsreiches Jahr für alle: "Geschafft haben wir es
nicht zuletzt dank unserer motivierten Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter. Im direkten Kontakt mit unseren Versicherten haben sie
sich mit Kompetenz, Lösungsorientierung, Herz und Hirn eingesetzt.
Nur so war und ist es uns möglich, immer wieder neben dem
Tagesgeschäft neue Wege zu beschreiten."
SVA Sozialversicherung der gewerblichen Wirtschaft
Die Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft (SVA)
ist der Sozialversicherungsträger für Österreichs Unternehmerinnen
und Unternehmer. In ihrer Zuständigkeit für die gesetzliche
Krankenversicherung der Selbständigen betreut die SVA rund 700.000
Kunden (davon 340.000 Aktive, 130.000 Pensionisten und 230.000
Angehörige), in ihrer Zuständigkeit für die gesetzliche
Pensionsversicherung 360.000 Anspruchsberechtigte (300.000
Gewerbetreibende und 60.000 Freiberufler).
Als modernes Dienstleistungsunternehmen setzt die SVA auf
Kundennähe, effiziente, schlanke Verwaltung und Aktionen wie "Fit zu
mehr Erfolg" und den einzigartigen "SVA-Gesundheitshunderter", welche
den Versicherten Motivation zur aktiven Prävention geben. Als erste
Sozialversicherung legt die SVA den Fokus auf die Gesundheitsvorsorge
und bietet mit der Gesundheitsversicherung "Selbständig Gesund"
umfassende Vorsorgeleistungen an, die auf freiwilliger Basis beim
Gesundbleiben oder -werden unterstützen.
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