• 16.12.2012, 16:44:52
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Neues Volksblatt: "Wadlbeißerei?" von Markus EBERT

Ausgabe vom 17. Dezember 2012

Utl.: Ausgabe vom 17. Dezember 2012 =

Linz (OTS) - Gegenseitiges Wadlbeißen helfe niemandem, gemeinsames
Vorgehen sei gefragt: SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Laura Rudas hatte
wohl bei der ORF-Pressestunde nicht aufgepasst, als sie dem
SPÖ-Pressedienst ihre Aussendung diktierte. Im Fernsehen saß nämlich
gestern ihr Parteivorsitzender, und der Bundeskanzler war es, der der
Salzburger ÖVP, aber auch Finanzministerin Maria Fekter, gehörig in
die Parade gefahren ist.
Es mag ein durchaus berechtigter Wunsch der SPÖ sein, dass es kein
gegenseitiges Wadlbeißen gibt, schließlich muss der Schmerz ohnehin
schon groß sein - aber, Frau Rudas, Hand aufs Herz: Aufklärung zu
fordern, wie es um die politische Verantwortung im Finanzressort des
Landes Salzburg und um die politische Verantwortung der
SPÖ-Landeshauptfrau steht, ist wohl mehr als Wadlbeißerei.
Sowieso ziemlich ins Leere geht der Vorwurf, hier werde versucht,
politisches Kleingeld zu wechseln. Angesichts der Dimension der
Affäre ist Kleingeld ein schönfärberischer Begriff, der geradezu
verharmlost, was hier passiert ist. Wobei es dabei nicht nur um die
eigentliche (politisch erwünschte und gedeckte?) Zockerei mit
öffentlichem Geld geht, sondern auch um den Umgang mit dem Skandal an
sich. Denn soviel kann man schon sagen, noch ehe die Aufklärung
wirklich begonnen hat: Ganz aus heiterem Himmel ist das alles auf die
Salzburger Politik nicht niedergekommen.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NVB

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