- 29.11.2012, 13:03:00
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WKÖ-Hochhauser: Agenda 2013 folgt dem Leitthema Unternehmertum
Fortführung der Internationalisierung - Investitionen und Innovationen stärken
Utl.: Fortführung der Internationalisierung - Investitionen und
Innovationen stärken =
Wien (OTS/PWK891) - "Der Wirtschaftskammerorganisation ist es
heuer trotz schwieriger Ausgangslage gelungen, für alle
Unternehmensbereiche - von großen Industriebetrieben bis zu
Ein-Personen-Unternehmen - wichtige Ergebnisse zu erreichen", betonte
WKÖ-Generalsekretärin Anna Maria Hochhauser in ihrer Rede vor dem
Wirtschaftsparlament am Donnerstag. "Allein im Konsolidierungspaket
vom Februar dieses Jahres waren zusätzlich Belastungen für die
Wirtschaft in Höhe von rund 4 Mrd. Euro enthalten, die alle Betriebe
in unterschiedlicher Ausprägung getroffen hätten und vermieden werden
konnten. Es war zäh, doch einiges konnten wir zumindest abfedern,
etwa bei der Auflösungsabgabe." Auch die Anhebung der Deckelung der
Auftragsforschung von 100.000 Euro auf 1 Mio. Euro sei ein wichtiger
Erfolg für unsere forschenden Betriebe.
Viele Herausforderungen kommen im nächsten Jahr auf die Wirtschaft
zu: 2013 trübt sich die Konjunktur in Europa merkbar ein, in
Österreich bleibt das Wachstum mit 0,8 Prozent bescheiden. Auch der
Wirtschaftsbarometer, die regelmäßige Mitgliederbefragung der WKÖ,
zeigt große Verunsicherung in der heimischen Wirtschaft. "Diese
Rahmenbedingungen waren die Grundlage für die Entwicklung unserer
Agenda für 2013, die wir unter das organisationsweite Leitthema
Unternehmertum gestellt haben", erläuterte Hochhauser. Schwerpunkte
seien hier die Fortführung der Internationalisierung der Unternehmen,
Investitionen und Innovationen als Treiber des wirtschaftlichen
Wachstums.
Hochhauser: "Wir sind optimistisch, mit Minister Mitterlehner die
Verlängerung der Internationalisierungsoffensive mit ihrem Herzstück
"go international" im nächsten Jahr in gleicher Höhe erreichen zu
können. Die aktuellen Exportzahlen beweisen, dass wir mit unserem
Fokus auf Wachstumsmärkte richtig liegen: Die Drittstaaten sind mit
8,5 Prozent Exportzuwächsen Motor des gesamten Exportwachstums von
2,3 Prozent. Unsere Außenwirtschaft Austria leistet hier
hervorragende Arbeit".
Fachkräftemangel entgegen treten, neue Belastungen abwehren
Eine kardinale Herausforderung der Zukunft ist der Fachkräftemangel.
"Wir haben ein Miss-Match am Arbeitsmarkt. Unsere Betriebe finden die
Qualifikationen, die sie brauchen, trotz steigender Arbeitslosigkeit,
nicht am Arbeitsmarkt vor". Laut einer WKÖ-Erhebung werden für die
kommenden sechs Monate rund 150.000 Mitarbeiter benötigt. "Hier
werden wir intensiv daran arbeiten müssen, dass alle Potenziale zur
Sicherung des Fachkräfteangebotes ausgeschöpft werden können",
betonte Hochhauser. Dabei gehe es vorranging um das Potenzial von
Frauen und älteren Beschäftigten aus dem Inland, aber ebenso um
qualifizierte Zuwanderung. Die auf einem Sozialpartnervorschlag
beruhende Rot-Weiß-Rot-Karte ermöglichte bereits knapp 2.500
bewilligte Anträge von qualifizierten Zuwanderern aus Drittstaaten.
Sehr erfolgreich und mittlerweile österreichweit läuft das Programm
"Mentoring für MigrantInnen", auch die Außenwirtschaft Austria ist
aktiv, um Fachkräfte ins Land zu holen.
"Ein Schwerpunkt unserer Arbeit besteht in der Abwehr von
Belastungen unserer Unternehmen", unterstrich die Generalsekretärin
und verwies auf die Aktivitäten der WKÖ gegen neue Abgaben, Steuern
und Gebühren. Aber auch in anderen Bereichen lauerten Gefahren,
warnte Hochhauser. Gerade im Umweltbereich gebe es Vorschläge, die
massive Nachteile für die Unternehmen bedeuteten, etwa auf EU-Ebene
unter dem Stichwort: "Backloading", also Eingriffen in den
Emissionshandel, um den CO2-Preis künstlich zu erhöhen. Aber auch
national gelte es, bei Gesetzesvorhaben weitere Belastungen für die
österreichischen Betriebe hintan zu halten. Hochhauser: "Es braucht
hier ein starkes Bekenntnis zu den Wirtschafts- und
Produktionsstandorten Österreich und Europa".
Wichtiger Kommunikationsschwerpunkt des nächsten Jahres sei es
gemäß dem Leitthema Unternehmertum, die Leistungen der
Unternehmerinnen und Unternehmer unseres Landes noch stärker in den
Mittelpunkt zu stellen. Aber auch die Kommunikation über europäische
Agenden soll im Fokus stehen: "Wir wollen auf sachliche Art und Weise
die Betriebe, aber ebenso auch die gesamte Bevölkerung über die
Vorteile der EU informieren und aufzeigen, welche Nachteile andere
alternative Modelle bringen würden." (PM)
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