- 29.11.2012, 11:43:15
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Gesundheitsminister Stöger eröffnet Tagung anlässlich "35 Jahre Kriseninterventionszentrum Wien"
Stöger spricht Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Krisenintervention und Suizidprävention seinen Dank aus
Utl.: Stöger spricht Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der
Krisenintervention und Suizidprävention seinen Dank aus =
Wien (OTS/SK) - Anlässlich des 35-jährigen Bestehens des
Kriseninterventionszentrums Wien findet heute, Donnerstag, eine
Tagung zum Thema "Krisenintervention - Zielgruppen - Orte - Methoden"
im Großen Festsaal der Universität Wien statt. Gesundheitsminister
Alois Stöger eröffnete die Tagung: "Ich bin sehr froh, dass es Sie
gibt und Sie bereit sind, sich eines so schwierigen Themas wie der
Suizidprävention aufzunehmen." Der Minister hatte, um die
Suizidprävention zu stärken und auszubauen, Fachleute damit
beauftragt, ein entsprechendes Programm zu entwickeln. Das Konzept
SUPRA - Suizidprävention Austria - stellt nun die Basis für die
Entwicklung einer nationalen Suizidpräventionsstrategie dar. In einem
ersten Schritt wurde bereits eine Kontaktstelle für Suizidprävention
an der Gesundheit Österreich GmbH eingerichtet. Der Minister betonte,
dass "das Thema Suizid in der Gesellschaft thematisiert und nicht
versteckt werden muss". ****
Der Minister kritisierte jene, die meinen, dass eine Gesellschaft
dann am reichsten wird, wenn jeder radikal auf seinen eigenen Vorteil
bedacht ist, und betonte: "Ich bin der Auffassung, dass eine
Gesellschaft dann reich ist, wenn man aufeinander Rücksicht nimmt und
aufeinander eingeht." Als Politiker bestehe seine Aufgabe darin, die
entsprechenden Rahmenbedingungen dafür zu schaffen, dass Teilhabe
möglich ist. Ein wesentliches Element dafür sei Arbeit, die hohe
Arbeitslosigkeit in Europa sei "eine Schande und ein Versagen".
"Einkommens- und Teilhabelosigkeit, die damit oft einhergeht, muss in
Europa mehr zu einem politischen Thema werden. Die Politik muss dafür
sorgen, dass Menschen in der Gesellschaft Schutz finden", unterstrich
der Minister, und ergänzte: "Die österreichische Bundesregierung tut
das: In Österreich gibt es die EU-weit niedrigste Gesamt- und
Jugendarbeitslosigkeit, und alle Menschen haben über die
Mindestsicherung Zugang zur Krankenversicherung." Im Zuge der
Gesundheitsreform wurde darüber hinaus festgehalten, dass in Zukunft
"mehr Geld für die Gesundheit" zur Verfügung stehen soll, die Kosten
des Gesundheitswesens sollen sich entlang des BIP entwickeln.
Der Gesundheitsminister dankte allen Beteiligten in der
Krisenintervention für ihr Engagement und ihren Beitrag, den Menschen
zu helfen, mit persönlichen Krisen umzugehen. (Schluss) bj/up
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