- 21.11.2012, 09:46:38
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Mitterlehner zur Energiebilanz: Entkoppelung von Wirtschaftswachstum und Energieverbrauch erreicht
Neue Energiebilanz zeigt wichtige Fortschritte und Handlungsbedarf bei Energieeffizienz - Bei Erneuerbaren Energien wird Österreich das 2020-Ziel der EU übertreffen
Utl.: Neue Energiebilanz zeigt wichtige Fortschritte und
Handlungsbedarf bei Energieeffizienz - Bei Erneuerbaren
Energien wird Österreich das 2020-Ziel der EU übertreffen=
Wien (OTS/BMWFJ) - "Die heute veröffentlichte Energiebilanz der
Statistik Austria zeigt in mehreren Schlüsselbereichen positive
Entwicklungen, verdeutlicht aber auch den weiteren Handlungsbedarf
bei der Energieeffizienz", betont Wirtschafts- und Energieminister
Reinhold Mitterlehner. Besonders erfreulich ist, dass der Anteil
Erneuerbarer Energien am Bruttoendenergieverbrauch von 30,6 Prozent
im Jahr 2010 auf 31 Prozent im Jahr 2011 gestiegen ist. "Daher sind
wir optimistisch, das an die EU gemeldete 2020-Ziel von 34 Prozent
übertreffen zu können. Nur drei Länder sind hier noch ambitionierter
als Österreich, der EU-Durchschnitt liegt bei einem Ziel von 20
Prozent", sagt Mitterlehner.
Positiv ist in diesem Zusammenhang die EU-Spitzenposition Österreichs
bei den Erneuerbaren Energien, die im Vorjahr fast drei Viertel der
inländischen Energieproduktion abgedeckt haben. Ein wesentlicher
Trend ist eine nahezu Verdoppelung der Stromproduktion aus
Photovoltaikanlagen, auch wenn diese einen vergleichsweise geringen
Anteil an der gesamten Stromproduktion haben. Beim Anteil der
Windkraft zeigen sich nach geringen Zuwächsen zwischen 2010 und 2011
im ersten Halbjahr 2012 dank des neuen Ökostromgesetzes starke
Steigerungen der Stromproduktion von rund 40 Prozent gegenüber dem
ersten Halbjahr 2011.
Der energetische Endverbauch ist laut Statistik Austria von 1.133
Petajoule um 3,9 Prozent auf 1.089 Petajoule im Vorjahr gesunken.
"Damit liegen wir jetzt sogar knapp unter dem Wert von 2005 und haben
damit die Entkoppelung von Wachstum und Energieverbrauch geschafft,
wie es in der Energiestrategie festgeschrieben ist", sagt
Mitterlehner. Das zeigt sich auch im Vorjahr: Während das reale
Bruttoinlandsprodukt 2011 um 2,7 Prozent gestiegen ist, nahm der
Bruttoinlandsverbrauch ab. Der relative Energieverbrauch (Verbrauch
je Einheit der gesamtwirtschaftlichen Produktion) ist somit weiter
gesunken, wobei dies teils witterungsbedingte Ursachen hatte.
"Trotz der auch im langfristigen Vergleich guten Entwicklung dürfen
wir uns jetzt nicht zurücklehnen, sondern müssen weitere
Anstrengungen setzen. Nur so können wir die EU-Vorgaben bei der
Energieeffizienz erreichen", bekräftigt Mitterlehner. Daher wird
derzeit ein Energieeffizienzgesetz auf Bundesebene erarbeitet.
Forciert wird zudem die Bundes-Förderaktion für die thermische
Sanierung, deren Finanzierung mit jährlich 100 Millionen Euro bis
2016 gesichert ist. Darüber hinaus werden die Erneuerbaren Energien
über das Ökostromgesetz schrittweise an die Marktreife herangeführt
und soll ihr Anteil am Stromverbrauch bis 2020 auf 85 Prozent
steigen.
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