Industrie zu Frauenquote: Freiwilligkeit und Verantwortung statt Quote

IV-GS Neumayer: Wollen und brauchen mehr Frauen in Industrie und Technik - Gesetzesentwurf von Kommissarin Reding abzulehnen - Freiwillige Bemühungen fortsetzen

Wien (OTS/PdI) - "Die Gleichstellung von Frauen und Männern im Arbeitsleben, eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie mehr Frauen in Führungspositionen sind wichtige Anliegen der Industrie", betonte der Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV) Mag. Christoph Neumayer anlässlich der von EU-Justizkommissarin Viviane Reding heute, Mittwoch, vorgestellten Richtlinie. "Die von Kommissarin Reding geforderte Frauenquote von 40 Prozent für Aufsichtsräte börsennotierter Unternehmen sowie eine 'Flexiquote' für Vorstände und der damit einhergehende Zwang sind definitiv der falsche Weg. Uns geht es darum, mit Freiwilligkeit und unternehmerischer Verantwortung zu mehr Gleichstellung zu kommen", so Neumayer weiter. Zentral seien das Engagement der Unternehmen, die richtigen Rahmenbedingungen wie ausreichende Kinderbetreuungsplätze aber auch eine qualitative und quantitative Basis an Frauen, die mit Führungspositionen betraut werden können.

"Statt über Sanktionen nachzudenken, gilt es, freiwillige Bemühungen intensiv fortzusetzen", betonte Neumayer. Die Industriellenvereinigung hat gemeinsam mit Mitgliedsunternehmen die Initiative 'Frauen.Führen' ins Leben gerufen, um mehr Frauen für Führungspositionen zu gewinnen. Im Zuge dieser Initiative wurde neben anderen Maßnahmen ein Leitfaden erarbeitet, der als konkrete Anregung für Unternehmen dient, um die Gleichstellung von Frauen und Männern zu verbessern. "Wir empfehlen hierbei verschiedene freiwillige Maßnahmen, aus denen Unternehmen je nach Situation und Bedarf auswählen können." erklärte der IV-Generalsekretär.

Zusätzlich werden ab sofort Interviews mit Role Models zu Themen wie Wege zum Erfolg, persönliche Ziele, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Frauen in technischen Berufen oder die Bedeutung von Netzwerken auf der IV-Homepage www.iv-frauenfuehren.at gezeigt. Sie sollen junge Frauen ermutigen, MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) zu studieren bzw. technische Berufe zu erlernen sowie Frauen motivieren, Führungspositionen anzustreben.

"Es geht um die Schärfung des Bewusstseins und darum, quantifizierbare Ergebnisse zu erreichen. Frauen und Männer müssen die gleichen Chancen auf ihrem Karriereweg haben, und wir werden unser Engagement dazu weiter erhöhen", erklärte Neumayer. Neben Initiativen der einzelnen Unternehmen brauche es vor allem auch strukturelle Änderungen, um Frauen den Weg in Führungspositionen zu ermöglichen. "Dazu gehört sicher der quantitative und qualitative Ausbau der Kinderbetreuung, aber auch ein Umdenken in der Ausbildung von Frauen", so der IV-Generalsekretär. Gerade in der Industrie gebe es viele Branchen, in denen der Frauenanteil sehr gering sei, was auf die Ausbildungs- und Berufswahl junger Menschen zurückzuführen sei.

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