• 12.11.2012, 13:55:59
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Industrie: Familienministerium setzt richtige Impulse

IV-GS Neumayer: Reformwillen und Vereinfachung der Familienleistungen positiv - Stärkerer Fokus auf Ausbau der Kinderbetreuungsplätze erforderlich

Utl.: IV-GS Neumayer: Reformwillen und Vereinfachung der
Familienleistungen positiv - Stärkerer Fokus auf Ausbau der
Kinderbetreuungsplätze erforderlich=

Wien (OTS) - "Wir begrüßen den aktuellen Vorschlag des
Familienministers das System der Familienbeihilfe überschaubarer und
damit für Familien verständlicher zu machen", so der Generalsekretär
der Industriellenvereinigung (IV) Mag. Christoph Neumayer zu dem
heute, Montag, präsentierten Modell zur Reform der Familienbeihilfe
von Familienminister Mitterlehner. "Auch wenn das System nach wie vor
sehr komplex und relativ teuer ist, ist die gemeinsame Auszahlung von
Familienbeihilfe und Kinderabsetzbetrag - so wie dies bereits im
Jänner von IV und AK empfohlen wurde - sicher ein Schritt in die
richtige Richtung hin zu mehr Transparenz," so der Generalsekretär
weiter. Auch die von Familienminister Mitterlehner vorgeschlagene
Idee der Direktauszahlung der Familienbeihilfe an Studierende und
andere volljähre Bezieherinnen und Bezieher sei ein wichtiger Ansatz
zur Modernisierung des bestehenden Systems. "Wir freuen uns, dass der
Minister Reformen bei der Familienbeihilfe, also der ersten Säule des
Modells der Familienleistungen, in Angriff nimmt." so Neumayer.

"Allerdings gibt es bei den beiden anderen Säulen noch
dringenden Verbesserungsbedarf", so Neumayer: "Wir brauchen einen
stärkeren Fokus auf den Ausbau der Kinderbetreuungsplätze, vor allem
für Unter-Dreijährige und eine Reform der steuerlichen
Familienleistungen." Die jüngste parlamentarische Anfrage dazu zeige,
dass das derzeitige Modell wenig greift und nur von wenigen Familien
in Anspruch genommen wird. Auch das Thema Indexanpassung sieht der
IV-Generalsekretär skeptisch: "Fraglich ist, ob angesichts der
notwendigen Entlastung des Faktors Arbeit und der ohnehin sehr hohen
Ausgaben für Familien in Österreich eine Ausweitung und Indexierung
des Transfers sinnvoll und möglich ist." Aus Sicht der Industrie
sollten zudem die Potenziale zur Senkung der Beiträge zum
Familienlastenausgleichfonds genützt werden.

Das neue Modell sieht eine Zusammenlegung der Familienbeihilfe
und des Kinderabsetzbetrags zu einer Transferleistung vor, das von
nunmehr sechs auf drei Elemente reduziert werden soll. Die Höhe des
Transfers soll für Kinder von 0-9 Jahren 180 Euro, von 10-18 Jahren
200 Euro und ab 19 Jahren 220 Euro/Monat betragen, dazu kommen
Zuschläge für das zweite Kind von 15 Euro, ab dem dritten Kind von 60
Euro und für Kinder mit Behinderung von 150 Euro jeweils pro Monat.
Neu ist auch, dass eine Direktauszahlung der Familienbeihilfe für
Volljährige angestrebt wird. Mittelfristig strebt Mitterlehner eine
Valorisierung der Familienbeihilfe an.

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