• 08.11.2012, 13:48:57
  • /
  • OTS0225 OTW0225

Mitterlehner: EU-Aktionsplan für Automotive Industrie setzt richtige Schwerpunkte

Zusätzliche Innovationsförderungen sichern Technologievorsprung und Wettbewerbsfähigkeit - Österreichs Zulieferindustrie kann dank ihrem Know-how besonders von EU-Initiative profitieren

Utl.: Zusätzliche Innovationsförderungen sichern
Technologievorsprung und Wettbewerbsfähigkeit - Österreichs
Zulieferindustrie kann dank ihrem Know-how besonders von
EU-Initiative profitieren=

Wien, Brüssel (OTS/BMWFJ) - Die EU-Kommission setzt mit ihrem am
Donnerstag präsentierten "Aktionsplan für eine wettbewerbsfähige und
nachhaltige Automotive Industrie in Europa" ein wichtiges Signal.
"Aufgrund der aktuell schwierigen Konjunkturentwicklung, der weltweit
steigenden Konkurrenz und des starken Wachstums der Autoindustrie in
den Schwellenländern ist ein europäischer Aktionsplan wichtiger denn
je", betont Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner. "Wir müssen
vor allem den technologischen Vorsprung unserer Unternehmen gegenüber
der globalen Konkurrenz langfristig sichern. Durch die zusätzlichen
EU-Förderchancen können noch mehr Innovationen entwickelt und
finanziert werden, wovon gerade Österreichs starke Zulieferindustrie
besonders profitieren kann", begrüßt Mitterlehner vor allem den
geplanten kräftigen Innovationsimpuls.

Laut dem Aktionsplan sollen Zuschüsse aus dem derzeit geplanten
insgesamt 80 Milliarden Euro umfassenden "Horizon
2020"-Rahmenprogramm für Forschungs- und Innovationsförderung sowie
aus dem Programm zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit von
Unternehmen und für KMU (COSME) auch für die Automotive Industrie
offen stehen. Außerdem wird die Zusammenarbeit mit der Europäischen
Investitionsbank (EIB) forciert. "Das erleichtert den Zugang zu
Krediten. Der Fokus liegt auf der Entwicklung sauberer und
energieeffizienter Fahrzeuge sowie auf der dafür nötigen
Infrastruktur", so Mitterlehner. Beispielsweise soll eine EU-weit
genormte Ladeschnittstelle für die nötige Regulierungssicherheit
sorgen, um den Durchbruch von Elektrofahrzeugen zu erleichtern.

Ein weiteres Ziel der EU-Kommission ist ein besseres Funktionieren
des Binnenmarkts und ein leichterer Zugang der europäischen
Unternehmen zu den Weltmärkten. Durch die Koordinierung
unterschiedlicher nationaler Regelungen sowie durch ein neues
Typengenehmigungsverfahren soll schrittweise ein einheitlicher und
damit auch größerer Absatzmarkt für innovative und qualitative
Produkte aufgebaut werden. Die Wettbewerbsfähigkeit auf den globalen
Märkten soll durch eine Reform des UNECE-Abkommens zur
Vereinheitlichung einzelner technischer Vorschriften für Fahrzeuge
gestärkt werden. "Damit wird die Erschließung neuer Absatzmärkte in
den Schwellenländern erleichtert", so Mitterlehner.

Österreichs Wirtschaftsministerium hat am EU-Aktionsplan "Cars
2020" über die High-Level-Group "Cars 21" mitgearbeitet und dort
neben dem Fokus auf Innovation insbesondere die Interessen der
österreichischen Fahrzeug- und Zulieferindustrie eingebracht, die 8,2
Prozent (12,5 Milliarden Euro) des heimischen Produktionswerts
erwirtschaftet und in der mehr als sechs Prozent der Beschäftigten
der Gesamtindustrie (rund 30.000 Personen) arbeiten. Der gesamte
Automotive Sektor in Österreich beschäftigte zuletzt 160.000 Personen
und erwirtschaftete im Vorjahr ein gesamtes Produktionsvolumen von
21,5 Milliarden Euro. Allein im Vorjahr exportierte der
österreichische Automobilsektor Waren mit einem Volumen von rund 15
Milliarden Euro.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | MWA

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel