• 16.10.2012, 19:25:09
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Staatssekretär Ostermayer: Die Politik muss die Rahmenbedingungen für bestmögliche Forschung gewährleisten

Empfang für sechs Nobelpreisträgerinnen und Nobelpreisträger im Bundeskanzleramt

Utl.: Empfang für sechs Nobelpreisträgerinnen und Nobelpreisträger
im Bundeskanzleramt=

Wien (OTS) - "Das Bundeskanzleramt ist nicht nur ein Haus der hohen
Politik, es soll auch ein Ort der Begegnung zwischen Politik,
Wissenschaft und Kunst sein", sagte Staatssekretär Josef Ostermayer
heute, Dienstag, beim Empfang von Nobelpreisträgerinnen und
Nobelpreisträgern in den Bereichen Chemie und Medizin im
Bundeskanzleramt. Diese kamen zum sogenannten 'Nobelpreisseminar'
zusammen, das jährlich unter Federführung des Wiener Physikers
Helmuth Hüffel mit Unterstützung des Bundeskanzleramtes und weiterer
Institutionen in Wien stattfindet.

"Das Bundeskanzleramt ist ein Ort, in dem österreichische und
europäische Geschichte geschrieben wurde. In diesen Räumen wurde die
Neuordnung Europas beim Wiener Kongress beraten, hier wurde aber auch
die junge Demokratie der Ersten Republik beendet", holte der
Staatssekretär aus. Bis dahin hätte Österreich in der Geschichte der
europäischen Wissenschaft und besonders in der Medizin immer eine
bedeutende Rolle gespielt, die Wiener Schulen der Medizin seien
sprichwörtlich geworden. "Ignaz Semmelweis und Theodor Billroth sind
nur zwei der herausragenden Namen. Auch Sigmund Freud lebte in Wien.
Er musste, wie Eric Kandel und viele andere, die Stadt verlassen, als
der Nazi-Terror begann", so Ostermayer.

"Die Politik hat heute die Aufgabe, die Rahmenbedingungen für
bestmögliche Forschung zu gewährleisten. Das schaffen wir nicht immer
in dem Ausmaß, wie wir uns das wünschen", gab Ostermayer zu bedenken.
"Aber wir müssen der Forschung einen hohen Stellenwert geben und wir
müssen den Ehrgeiz haben, im Spitzenbereich dabei zu sein. Alle
müssen die Chance haben, weit nach vorne zu denken - anders ist
grundlegend Neues gar nicht möglich. Wir wollen daher im Rahmen
unserer Möglichkeiten alles tun, um der Wissenschaft die notwendigen
Ressourcen zu geben. Das ist nicht nur die Verpflichtung gegenüber
jenen, die so Furchtbares in diesem Land zwischen 1938 und 1945
erleiden mussten, das ist vor allem die Verpflichtung gegenüber den
nächsten Generationen", betonte der Staatssekretär.

Staatssekretär Ostermayer hieß die Forscher und Forscherinnen Sidney
Altman (Nobelpreis für Chemie 1989 für die Entdeckung der
katalytischen Eigenschaften der Ribonukleinsäure), Elisabeth
Blackburn (Nobelpreis für Medizin 2009 für ihre Arbeiten auf dem
Gebiet der Telomer- und Telomerase-Forschung), Günter Blobel
(Nobelpreis für Medizin 1999 für die Entdeckung der in Proteinen
eingebauten Signale, die deren Transport und die Lokalisierung in der
Zelle steuern), Sir Martin Evans (Nobelpreis für Medizin 2007 für die
Forschung an der "Knockout-Maus"), Thomas A. Steitz und Ada Yonath
(Nobelpreis für Chemie 2009 für Studien zu Struktur und Funktion des
Ribosoms) herzlich willkommen. Unter den zahlreichen Gästen aus
Politik, Wissenschaft, Administration und Finanz begrüßte der
Staatssekretär unter anderem Gesundheitsminister Alois Stöger,
Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle, Finanzstaatssekretär
Andreas Schieder, Nationalbank-Gouverneur Ewald Novotny sowie
Parlamentsdirektor Harald Dossi.

Fotos von dieser Veranstaltung sind über das Fotoservice des
Bundespressedienstes, http://fotoservice.bundeskanzleramt.at,
kostenfrei abrufbar.

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