- 10.10.2012, 09:52:59
- /
- OTS0037 OTW0037
Bayr zum ersten Weltmädchentag: Mädchen brauchen Bildung
Teenagerschwangerschaften verletzen Rechte der Mädchen
Utl.: Teenagerschwangerschaften verletzen Rechte der Mädchen=
Wien (OTS/SK) - "Mädchen im Kindesalter zu verheiraten, verletzt
deren Rechte und hat zahlreiche negative Folgen, die meist das ganze
Leben der unfreiwilligen Braut beeinflussen", warnt Petra Bayr,
SPÖ-Bereichssprecherin für globale Entwicklung anlässlich des ersten
Weltmädchentages, der den Schwerpunkt "girls not brides" hat. Bayr
setzte sich diesen Frühling dafür ein, dass der Weltmädchentag der
Vereinten Nationen auch in Österreich etabliert wurde. ****
Laut Angaben der UNO werden jährlich zehn Millionen Mädchen vor deren
18. Geburtstag verheiratet. In den so genannten Entwicklungsländern
ist die Kinderehe besonders verbreitet. Jedes dritte Mädchen wird
verheiratet und dadurch zahlreichen Gefahren ausgesetzt, erläutert
Bayr: "Werden die Mädchen früh verheiratet, dauert es meist nicht
lange bis sie schwanger werden. Dann müssen sie die Schule verlassen
und sind bei Schwangerschaft und Geburt einem höheren
gesundheitlichen Risiko als erwachsene Frauen ausgesetzt.
Komplikationen während der Schwangerschaft und Geburt sind die
Haupttodesursache von 14- bis 19-jährigen Mädchen in
Entwicklungsländern, jährlich sterben 70.000."
Schwangerschaft und Geburt sind häufige Gründe für den Schulabbruch
junger Mütter. Fehlende oder mangelnde Ausbildung verringert in der
Folge die ökonomischen und sozialen Chancen der Frauen. "Dabei ist
gerade Bildung der entscheidende Faktor: Mädchen mit Schulbildung
heiraten später, bekommen weniger Kinder, können diese dafür länger
in die Schule schicken und besser mit ausgewogener Nahrung und
Gesundheitsdienstleistungen versorgen", betont Bayr. Studien der
Vereinten Nationen zeigen klar, dass Mädchen ohne oder mit wenig
Schulbildung eher im Teenageralter schwanger werden als gebildete
Mädchen. (Schluss) sv/mp
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | SPK






