• 09.10.2012, 10:43:36
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SWV NÖ-Ernst: Gesunde UnternehmerInnen für eine gesunde Wirtschaft!

Wirtschaftsverband NÖ: Krankengeld für Selbstständige ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung

Utl.: Wirtschaftsverband NÖ: Krankengeld für Selbstständige ist ein
wichtiger Schritt in die richtige Richtung=

St. Pölten (OTS) - "Die soziale Absicherung von Unternehmerinnen und
Unternehmern gehört zu den zentralen Zielen des Sozialdemokratischen
Wirtschaftsverbandes Niederösterreich. Ich sehe im vorliegenden
Entwurf für ein Krankengeld einen wichtigen Schritt in die richtige
Richtung - aber eben nur einen ersten Schritt", stellt der Präsident
des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbandes Niederösterreich (SWV
NÖ), KommR Günter Ernst, fest.

Gesundheitsminister Alois Stöger und das Bundesministerium für
Gesundheit haben vor wenigen Tagen einen solchen Entwurf für ein
Krankengeld für Selbstständige zur Begutachtung ausgesandt.

Kern der neuen Regelung ist ein Krankengeld für Unternehmerinnen und
Unternehmer bei lang andauernder Krankheit ab dem 43. Tag der
Arbeitsunfähigkeit bis zu einer Höchstdauer von 20 Wochen für ein und
dieselbe Krankheit. Durch die Einführung dieser
Unterstützungsleistung für Selbstständige bei lang andauernder
Krankheit soll es zu einer finanziellen Absicherung im Krankheitsfall
kommen, wobei diese Maßnahme - nach dem vorliegenden Entwurf - nur
der besonders gefährdeten Gruppe von Selbstständigen mit weniger als
25 Beschäftigten zu Gute kommen soll.

Die Regelung orientiert sich daran, dass ein Arbeitgeber die ersten
Krankenstandswochen für seine erkrankten ArbeitnehmerInnen zahlen
muss und erst dann die finanzielle Unterstützung durch die
Krankenversicherung eingreift, aber diese Leistung ebenso zeitlich
begrenzt ist.

Die Zeit vor dem Erhalt des Krankengeldes können UnternehmerInnen
durch eine freiwillige Zusatzversicherung abdecken. Dies ist aber für
viele EinpersonenunternehmerInnen und Kleingewerbetreibende
unzumutbar, so Ernst. "Die Zusatzversicherung wird nur von wenigen
genutzt. Dazu kommt, dass viele Unternehmen eine Schließung in der
Dauer von 43 Tagen nicht überleben würden."

Schon seit langem fordert der Sozialdemokratische Wirtschaftsverband
Niederösterreich die Wiedereinführung und Verbesserung des 2001
abgeschafften Entgeltfortzahlungsfonds für ArbeiterInnen und die
Ausweitung auf Angestellte. Der Erstattungsfonds hat vor allem für
kleine Betriebe, die durch Krankenstände eines oder mehrerer
DienstnehmerInnen hart getroffen werden können, einen wirksamen
Risikoausgleich geschaffen.

Ernst dazu: "Dieses Modell könnte leicht auch auf Selbstständige
ausgedehnt werden. Durch einen solchen neuen und verbesserten
Krankenstandsfonds kann einerseits das Risiko der Erkrankung der
ArbeitnehmerInnen ausgeglichen und gleichzeitig eine Absicherung für
UnternehmerInnen während der ersten 43 Krankenstandstage geschaffen
werden."

Weitere wichtige Schritte zur Verbesserung der sozialen Absicherung
für Selbstständige sieht er in der Abschaffung des 20-prozentigen
Selbstbehalts beim Arztbesuch und in einer Verbesserung des
Wochengelds für Unternehmerinnen. "Denn gesunde UnternehmerInnen sind
wichtig für eine gesunde Wirtschaft", so Günter Ernst abschließend.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NSN

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