• 05.10.2012, 13:55:47
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Weidenholzer erfreut über Verabschiedung von Opferschutzrichtlinie - Nun Mitgliedstaaten am Zug

75 Millionen Europäerinnen und Europäer werden jährlich Opfer von Verbrechen - Bessere Regelungen längst überfällig

Utl.: 75 Millionen Europäerinnen und Europäer werden jährlich Opfer
von Verbrechen - Bessere Regelungen längst überfällig=

Wien (OTS/SK) - Gestern, Donnerstag, wurde im Ministerrat der
Europäischen Union die Richtlinie für einen verbesserten Opferschutz
endgültig verabschiedet. Der EU-Abgeordnete Josef Weidenholzer,
Mitglied im Ausschuss für bürgerliche Freiheiten, Inneres und Justiz,
zeigt sich erfreut, dass die Richtlinie nun in den Mitgliedstaaten
umgesetzt werden kann. "Jährlich werden 75 Millionen Menschen - also
rund 15 Prozent der Europäischen Bevölkerung - Opfer eines
Verbrechens. Künftig werden den Opfern von Straftaten EU-weit der
gleiche Schutz und die gleichen Rechte zustehen", unterstreicht
Weidenholzer am Freitag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. ****

Das Europäische Parlament hat der Richtlinie, die sich in vier
Bereiche gliedert, bereits im September mit überwältigender Mehrheit
zugestimmt. So wird ein respektvoller Umgang mit den Opfern, ein
besserer Schutz für Opfer und mehr Betreuung und Hilfe eingefordert
und es wird das Recht auf Information verbessert. "Bisher war es
beispielsweise nicht in allen EU-Staaten Usus, dass
Vergewaltigungsopfer von speziell geschulten Beamten einvernommen
werden. Dieser Missstand wird mit der neuen Richtlinie behoben.
Ebenso muss in allen EU-Ländern garantiert werden, dass die Opfer in
einer für sie verständlichen Sprache über den Fall informiert werden
und einen Anspruch auf Prozesskostenhilfe erhalten", skizziert
Weidenholzer einige wichtige Inhalte der neuen Richtlinie.

Ein "Meilenstein" ist für den EU-Abgeordneten, dass erstmals in einem
EU-Rechtsakt der Geschlechtsausdruck erwähnt wird. Konkret heißt das,
dass Menschen, die aufgrund ihrer sexuellen Orientierung, ihrer
geschlechtlichen Identität oder ihres Geschlechtsausdrucks einer
Straftat zum Opfer fallen, spezifische Unterstützung und Schutz
erhalten. "Nun sind die Mitgliedstaaten an der Reihe, die Richtlinie
so rasch als möglich in nationales Recht umzusetzen. Ich hoffe, dass
im Sinne der Verbrechensopfer in allen 27 Mitgliedstaaten rasch
gehandelt wird", so Weidenholzer abschließend. (Schluss) bj/mp

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