• 14.09.2012, 10:47:14
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PVÖ-Glatz zu Teuerung: Bundeswettbewerbsbehörde und Minister Mitterlehner müssen handeln

"Österreich-Zuschlag" unhaltbar - Pensionistenverband fordert Preiskontrollen

Utl.: "Österreich-Zuschlag" unhaltbar - Pensionistenverband fordert
Preiskontrollen=

Wien (OTS/SK) - "Die hohen Inflationsraten sind hausgemacht - wir
zahlen in Österreich zu viel in den Supermärkten und für Energie",
diagnostizierte Pensionistenverbands-Konsumentenschützer Harald Glatz
nach der Bekanntgabe der August-Inflationsrate (VPI) von 2,2 Prozent.
"Die Preise steigen, aber das wäre zu verhindern", erklärte Glatz und
fordert die Bundeswettbewerbsbehörde auf, mit Preiskontrollen aktiv
zu werden. Auch Wirtschaftsminister Mitterlehner ist laut Glatz
gefordert, bei den Energiepreisen einzuschreiten. Die Energie- und
die Nahrungsmittelpreise sind die Hauptpreistreiber. Pensionisten
sind davon überproportional betroffen was sich im höher liegenden
Preisindex für Pensionistenhaushalte mit 2,4 Prozent widerspiegelt.
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"Dass es den Österreich-Aufschlag in den Supermärkten und
Drogeriemärkten gibt, dafür gibt es erstens Beweise und zweitens wird
er von Geschäftsführern mittlerweile offen zugegeben", verweist Glatz
auf einen aktuellen Vergleichstest der Arbeiterkammer im August 2012
mit einem Warenkorb mit 40 Lebensmitteln. Aktuelles Ergebnis: Wien
ist teurer als Berlin, die Preisdifferenz beträgt 17,7 Prozent. Für
Glatz erschreckend: die Preisdifferenz ist steigend - bei einem
gleichlautenden Test im Februar 2012 war Wien "nur" um 8,9 Prozent
teurer.

Bei den Energiepreisen haben die geringe Markttransparenz und der
unzureichende Wettbewerb laut Glatz Schuld an den hohen Preisen. Die
Energieanbieter agieren "wie zu Monopolzeiten". Günstigere
Großhandelspreise bleiben ungenützt (siehe Bericht in Der Standard
vom 14.9.2012; Anm.) bzw. werden so gut wie nicht an den
Endverbraucher weitergegeben, kritisiert der Pensionistenverband.
Heizöl verteuert sich um 12,3 Prozent, Treibstoff um 8,1 Prozent und
Gas um 3,2 Prozent.

Glatz fordert daher einen "weitreichenderen gesetzlichen Spielraum
für die Wettbewerbsbehörde". Ebenso soll es zu einer Beweislastumkehr
für jene Unternehmen kommen, die die Preise erhöhen. Glatz: "Die
Energieversorger sollen nachvollziehbar offenlegen müssen, warum sie
Preise erhöhen. Und das soll auch kontrolliert werden!"

"Der Pensionistenverband wird nicht müde, Preissünder zu enttarnen
und endlich ein effizientes Preismonitoring zu fordern", so Glatz.
(Schluss) sv/mp

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