- 22.08.2012, 11:12:24
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Bayr zum Internationalen Tag zur Erinnerung an den Sklavenhandel und seine Abschaffung
Moderne Sklaverei muss entschieden bekämpft werden
Utl.: Moderne Sklaverei muss entschieden bekämpft werden=
Wien (OTS/SK) - Der internationale Tag zur Erinnerung an den
Sklavenhandel und dessen Abschaffung gedenkt der Opfer der
Gräueltaten des transatlantischen Sklavenhandels. Gewählt wurde der
23. August in Anlehnung an den 23. August 1791, an dem eine
Sklavenrevolte in der damaligen französischen Kolonie Saint Domingue
zur Gründung des heutigen Haiti führte. Petra Bayr,
SPÖ-Bereichssprecherin für globale Entwicklung erinnert am Mittwoch
gegenüber dem SPÖ-Pressedienst an die menschenverachtende Praktik
und zieht Parallelen zur Gegenwart: "Der transatlantische
Sklavenhandel hat unglaubliche Ungerechtigkeit und unvorstellbares
Leid über die Opfer gebracht. Leider müssen wir der Tatsache ins
Auge sehen, dass es heute andere, moderne Formen der Sklaverei gibt,
die nicht weniger grausam sind. Gegen diese müssen wir entschieden
vorgehen."****
Sogenannte moderne Sklaverei meint Zwangsarbeit, die auch
sexuelle Ausbeutung umfasst. "Laut Daten der ILO, der
Internationalen Arbeitsorganisation, sind weltweit unfassbare 21
Millionen Menschen Opfer von Zwangsarbeit", erläutert Bayr und führt
aus: "Zwangsarbeit bedeutet, dass die Personen unter Androhung einer
Strafe Arbeit oder Dienstleistungen zu vollbringen haben. Meist
kommt zur Zwangsarbeit noch eine ganze Reihe an Verletzungen der
Rechte der Betroffenen hinzu, wie sexuelle Ausbeutung oder
Misshandlungen. Hier besteht großer Handlungsbedarf."
Zwangsarbeit und moderne Sklaverei sind oft mit Menschenhandel
verbunden, der zu den am schnellsten wachsenden weltweiten
Verbrechen gehört. Zumeist werden Menschen in Notlagen in der
Hoffnung auf ein besseres Leben Opfer von Menschenhandel und
Zwangsarbeit. Frauen und Kinder sind am meisten betroffen. Bayr ruft
daher die internationale Staatengemeinschaft zu einem gemeinsamen
Handeln auf: " Was wir brauchen sind klare Rechtsstrukturen, die
scharf gegen Täter vorgehen und Beschäftigungsmöglichkeiten, welche
ein Auskommen sichern. So müssen sich Menschen nicht in die Hände
von dubiosen Menschenhändlern begeben." (Schluss) up
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