• 01.08.2012, 12:53:29
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Zinggl: Bericht der Grundrechteagentur zur Diskriminierung von Minderheiten zeigt Halbherzigkeit der EU bei Umsetzung ihrer Pläne

Grüne fordern verstärkten Einsatz der Regierung bei Roma-Politik der EU

Wien (OTS) - Der neue Bericht zur Minderheitendiskriminierung in
der EU zeigt, dass Roma weiterhin massiv diskriminiert werden. 90
Prozent leben unter der Armutsgrenze, 40 Prozent gehen zumindest
einmal im Monat hungrig schlafen. "Das ist inakzeptabel und zeigt,
dass wirksame Strategien der EU zur Bekämpfung der Diskriminierung
zwar angekündigt, aber bisher kaum konsequent umgesetzt werden",
kritisiert Wolfgang Zinggl, Kultursprecher der Grünen, die Politik
der Union. Die Grundlage von Chancengleichheit sieht er weiterhin in
der Verbesserung von Bildung und Ausbildung.

"Abgesehen von der institutionellen Bevorzugung autochthoner
Volksgruppen gegenüber migrantischen, ist Österreich im Bereich der
Inklusion von Roma-Angehörigen relativ vorbildlich. Deshalb wäre es
wichtig, dass die österreichische Regierung sich einerseits in die
Roma-Politik der EU stärker einbringt und andererseits
österreichische Roma-Vereine bei der Einreichung von europaweiten
Projekten unterstützt. Vor eineinhalb Jahren wurde dazu zwar ein
entsprechender Antrag der Grünen im Parlament beschlossen, aber auf
die Umsetzung warten wir immer noch", sagt Zinggl.

Rückfragehinweis:
Grüner Klub im Parlament
Tel.: +43-1 40110-6697
mailto:[email protected]

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