• 24.07.2012, 11:53:54
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ÖÄK-Wechselberger für allgemeinen Bonus bei Gesundheitvorsorge

Gegensatz zu Stöger - SVA ist positives Beispiel - Präventionsbewusstsein ist solidarisch

Wien (OTS) - Der Präsident der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK),
Artur Wechselberger, spricht sich für die Beibehaltung und
Verbreiterung von Maßnahmen zur Förderung der Gesundheitsvorsorge
aus, wie sie die Sozialversicherung des Gewerbes (SVA) umsetze.
Wechselberger steht damit in deutlichem Gegensatz zu
Gesundheitsminister Stöger, der das Bonusmodell der SVA
abqualifizierte. "Diese Ablehnung ist mir unverständlich, denn solche
Programme sind ein durchaus tauglicher Versuch, das
Präventionsverhalten in Österreich wirksam zu fördern", so der
Ärztepräsident Dienstag in einer Aussendung.

Wechselberger: "Prävention ist wertvoll für jeden Einzelnen, da sie
menschliches Leid verhindert. Sie stellt aber auch einen Wert für die
ganze Gesellschaft dar." Aktives Vorsorgeverhalten sei beispielhaft
und an sich solidarisch, da es helfe, Krankheitskosten zu sparen. Die
Förderung von Vorsorgeuntersuchungen, wie sie die SVA durchführe, sei
eine Motivation für Präventionsbewusste und keine Bestrafung von
Kranken. "Wer Verantwortung für seine eigene Gesundheit übernimmt,
wird belohnt, wer dies nicht tut, für den ändert sich nichts.

Der Ärztepräsident sieht einen dringenden Handlungsbedarf der
Gesundheitspolitik, um das Vorsorgebewusstsein in Österreich zu
heben. Das, was bisher geschehen sei, reiche bei weitem nicht aus, so
der Ärztechef. Er könne sich durchaus vorstellen, Prävention auch bei
anderen Sozialversicherungen zu bonifizieren. "Ich wünsche mir eine
strategische Gesundheitspolitik, die alles unternimmt, um einen
gesunden Lebensstil zu fördern. Dazu zählen auch Projekte, die die
Psychologie der Menschen berücksichtigen und unmittelbare, auch
finanzielle Vorteile an ein gesundheitsförderndes Verhalten knüpfen."
Dass dies ein erfolgversprechender Weg sei, habe etwa der
Mutter-Kind-Pass gezeigt.

Für den Ärztepräsidenten leite sich der politische Handlungsbedarf
auch aus der "österreichweit äußerst bescheidenen" Beteiligung an den
kostenlosen Vorsorgeuntersuchungen ab. Im Schnitt würden rund zehn
Prozent der Bevölkerung dieses wichtige Angebot annehmen, sagte
Wechselberger abschließend. (ms/ar)

Rückfragehinweis:
Pressestelle der Österreichischen Ärztekammer
Mag. Martin Stickler
Tel.: (++43-1) 513 18 33 - 14

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