- 19.07.2012, 13:12:47
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Verbot von Schönheitsoperationen an unter 16-Jährigen
Köberl und Duzdar begrüßen Verbot von Werbung für Schönheitsoperationen
Wien (OTS/SK) - Der Wunsch nach dem "perfekten" Körper treibt
viele Frauen aber auch Männer in körperliche und gesundheitliche
Extremsituationen. Viele davon unterziehen sich Schönheitsoperationen
um einem gängigem gesellschaftlichen Schönheitsideal zu entsprechen.
"Mit dem vorliegenden Gesetzesentwurf, der die Rahmenbedingungen für
ästhetische Behandlungen und Operationen neu festlegt, werden
Minderjährige vor Schönheitsoperationen geschützt sowie die
Qualitätskriterien und die Sicherheit aller Patientinnen und
Patienten erhöht", erklärten die SPÖ-Bundesrätinnen Johanna Köberl
und Muna Duzdar unisono in ihren Reden am Donnerstag im Bundesrat.
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Jährlich werden rund 50.000 Schönheitsoperationen in Österreich
durchgeführt und viele bergen hohe gesundheitliche Risiken in sich.
Besonders Jugendliche müssen vor solchen Operationen geschützt
werden. "Gerade junge Menschen leiden oft unter dem übertriebenen
Schönheitsideal, das durch manipulierte Bilder in diversen Medien
suggeriert wird und daher setzen sich die SPÖ-Frauen unter
Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek zusätzlich für eine
Kennzeichnungspflicht für bearbeitete Fotos ein", betonte Köberl.
"Hier gilt es die Persönlichkeit von Jugendlichen zu stärken, um sie
resistenter gegenüber Modeerscheinungen und Schönheitsidealen zu
machen", so Köberl.
Mit der neuen Gesetzesvorlage sollen in Zukunft ästhetische Eingriffe
ohne medizinische Indikationen an unter 16-Jährigen ausnahmslos
verboten werden. Für 16- bis 18-Jährige soll der Zugang zu
Operationen erschwert werden. "Trotz der neuen Regelungen zur
Eindämmung von Missbrauch, werden wir nicht an einer
gesamtgesellschaftlichen Debatte über Schönheitskult und Jugendwahn
umher kommen - auch die Rolle der Medien muss hier evaluiert werden",
betonte Duzdar und begrüßt gemeinsam mit Köberl ein Verbot von
Werbung für Schönheitsoperationen.
Weiters regelt das Gesetz, wer Schönheitsoperationen durchführen
darf. "Bisher standen wir vor dem Problem, dass in Österreich jeder
Arzt ästhetische Behandlungen und Operationen durchführen konnte,
egal über welche medizinische Ausbildung er oder sie verfügen."
Duzdar zeigt sich erfreut, dass das neue Gesetz, initiiert von
Gesundheitsminister Alois Stöger, auch hier Abhilfe leisten kann.
(Schluss) mis/sv
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Tel.: 01/53427-275
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